Programmbrief #16: Alternative Wege für unsere gemeinsame Gemeinde

Programmbrief #16: Alternative Wege für unsere gemeinsame Gemeinde

Programmbrief #16: Alternative Wege für unsere gemeinsame Gemeinde

# Programm Eine Gemeinde 2028

Programmbrief #16: Alternative Wege für unsere gemeinsame Gemeinde

Liebe Mitglieder der Presbyterien,
liebe Synodale,
liebe Mitarbeitende,

in den vergangenen Programmbriefen habe ich Sie über die Entwicklung eines Organisationsmodells informiert, das beschreibt,

  • wie sich evangelisches Leben in lokalen und thematischen Bezügen in der Einen Gemeinde Düsseldorf aufstellen kann, der sich noch nicht alle derzeitigen Kirchengemeinden angeschlossen haben,

  • welche Aufgaben dann dem Kirchenkreis zufallen, und

  • wie der weitere Weg der Einen Gemeinde, in die alle derzeitigen Kirchengemeinden integriert sind, gestaltet werden kann.

Mit der Ausgestaltung dieses Modells einer Stadt-Kirchengemeinde (sog. Variante C) sind wir in den vergangenen Monaten ein gutes Stück vorangekommen. Die Kreissynode hat es im Juni beraten, 14 von 15 Presbyterien haben anschließend beschlossen, es zu prüfen und weiterzuentwickeln. In meinen Augen ist das ein starkes Zeichen für die große Bereitschaft, sich mit dem Weg der evangelischen Kirche in Düsseldorf auseinanderzusetzen und diesen zukunftsfähig zu gestalten.

In den Sommermonaten haben wir das Modell in intensiven und konstruktiven Gesprächen mit dem zuständigen Dezernat des Landeskirchenamtes auf seine rechtliche Umsetzbarkeit geprüft. Dabei wurde deutlich: Für die konkrete Umsetzung einer Großkirchengemeinde bietet die Kirchenordnung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in allen Bereichen die notwendigen Gestaltungsmöglichkeiten – auch nicht im Rahmen einer Erprobung. Insbesondere gilt es, gute Lösungen für eine ausgewogene Repräsentanz der unterschiedlichen Gemeindebereiche, für verlässliche Entscheidungsstrukturen und für noch offene aufsichtsrechtliche Fragen zu entwickeln.

Zugleich haben die Gespräche mit dem Landeskirchenamt alternative Wege für die Umsetzung einer gemeinsamen Gemeinde aufgezeigt. Diese könnten in der Ausgestaltung einer modifizierten Gesamtkirchengemeinde (sog. Variante B) oder in der Stärkung der Kompetenzen des Kirchenkreises im Sinne einer evolutionären Entwicklung hin zu einer gemeinsamen Gemeinde (sog. Variante A) bestehen. Im Teilprogramm „Leitung & Organisation“ werden diese beiden Varianten für den Steuerungskreis unseres Programms und die kirchenleitenden Gremien in unserem Kirchenkreis nun so aufgearbeitet, dass eine gute Grundlage für ein weiteres Zugehen auf unser Zielbild entsteht: Die Evangelische Kirche in Düsseldorf handelt als eine Gemeinde Jesu Christi.

Die anderen Teilprogramme werden konkrete Vorschläge für unser gemeinsames Handeln in diesem Sinne erarbeiten. Dazu gehören das Modell einer gemeinsamen Anstellungsträgerschaft aller Pfarrpersonen, die Idee der Pilotierung eines Fachausschusses „Evangelisches Leben“ und das weitere Vorantreiben der Gebäudebedarfsplanung. Im Spätsommer 2027 wollen wir einen großen Open-Air-Gottesdienst feiern, der unser Handeln als die eine Gemeinde Jesu Christi in unserer Stadt sichtbar und erlebbar macht.

Ich bin davon überzeugt, dass die Vision, die wir in unserem Zielbild formuliert und im Bild unserer evangelischen Kirche als eines lebendigen, attraktiven Stadtparks visualisiert haben, auch in modifizierten Organisationsformen trägt und anschaulich wird. Wir malen weiter an diesem Bild. Doch dazu im nächsten Programmbrief mehr!

Detailliertere Informationen zu den Inhalten dieses Programmbriefes finden Sie hier in diesem Fragen- und Antworten-Dokument. Und merken Sie sich für heute gerne schon einmal den nächsten Synodal- und Presbyteriumsabend am 4. November vor. Eine Einladung folgt im Oktober.

Seien Sie behütet!

Dr. Martin Fricke
(Synodalassessor)

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