Gegen das Vergessen: Erinnerung an den Novemberpogrom

Gegen das Vergessen: Erinnerung an den Novemberpogrom

Gegen das Vergessen: Erinnerung an den Novemberpogrom

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Gegen das Vergessen: Erinnerung an den Novemberpogrom

Die Ereignisse des Novemberpogroms 1938 jähren sich in diesem Jahr zum 88. Mal. Zum Gedenken finden am Sonntag, 8. November, in Düsseldorf ein Gedenkgang mit anschließendem ökumenischen Gottesdienst statt. Am Montag, 9. November, gibt es eine Kranzniederlegung am Standort der zerstörten Synagoge.

Der diesjährige Gedenkgang am Sonntag, 8. November, rückt erstmals den Stadtteil Kaiserswerth in den Fokus. Nach dem Zooviertel und Eller ist Kaiserswerth der dritte Standort in Düsseldorf, an dem in dieser Form an die Schicksale der Verfolgten erinnert wird.

Um 15 Uhr startet der rund eineinhalbstündige Rundgang am Klemensplatz. Schülerinnen und Schüler aus Kaiserswerth haben in Unterrichtsprojekten die Biografien der jüdischen Familien Bornheim, Herz und Wolf erarbeitet. Sie beleuchten während des Rundgangs das Verhalten der damaligen Nachbarschaft sowie die persönlichen Folgen. An den historischen Wohnorten sowie in mindestens vier Schaufenstern örtlicher Geschäfte machen Installationen und

Ausstellungen die Erinnerungskultur bis Ende November im Stadtbild sichtbar. Zudem wird das aktuell eingerüstete Kaiserswerther Rathaus angestrahlt.

Im Anschluss an den Gedenkgang folgt um 17 Uhr ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche, Fliednerstraße 12, mit Pfarrer Oliver Dregger, Leitender Pfarrer der Katholischen Pfarrei St. Suitbertus. Außerdem gestalten Schüler*innen des Theodor-Fliedner-Gymnasiums den Gottesdienst mit.

Organisiert wird das Gedenken vom Arbeitskreis „Gedenken 9. November“ in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e. V., dem Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf, der Katholischen Kirche Düsseldorf und der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG).

Kranzniederlegung und stilles Gedenken

Am Montag, 9. November, laden die Jüdische Gemeinde Düsseldorf und die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf um 14 Uhr zur Kranzniederlegung und zum stillen Gedenken am Standort der 1938 zerstörten Synagoge, Kasernenstraße, Ecke Siegfried-Klein-Straße, ein.

Hintergrund Novemberpogrom 1938

In Düsseldorf gab es damals in 24 Stunden mehr als 450 brutale Überfälle auf Menschen, die als Jüdinnen und Juden verfolgt worden sind. Mindestens 70 Menschen erlitten Verletzungen und 13 Menschen starben während oder an den Folgen des Pogroms.

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