28/10/2026 0 Kommentare
Abschied im Düsseldorfer Süden: Pfarrer Hartmut Wölk geht in den Ruhestand
Abschied im Düsseldorfer Süden: Pfarrer Hartmut Wölk geht in den Ruhestand
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Abschied im Düsseldorfer Süden: Pfarrer Hartmut Wölk geht in den Ruhestand
Nach fast vier Jahrzehnten im Kirchenkreis Düsseldorf verabschiedet sich Pfarrer Hartmut Wölk aus der Kirchengemeinde Düsseldorf-Süd in den Ruhestand. Mehr als 33 Jahre war er Gemeindepfarrer. Am Samstag, 31. Oktober, um 14 Uhr wird er von Synodalassessor Dr. Martin Fricke in der Klarenbachkirche entpflichtet.
Mit Umwegen auf die Kanzel
Dass Hartmut Wölk einmal Theologie studieren würde, war lange Zeit nicht abzusehen. Zwar war er in seiner Heimatstadt Koblenz fest im kirchlichen Leben verwurzelt, doch das Studium schreckte ihn zunächst ab. „Zu viel Theorie und zu viele Sprachen“, erinnert er sich. „Andere wussten allerdings schon sehr früh, dass ich diesen Weg einmal einschlagen würde.“
Nach kleinen Umwegen über Bewerbungen als Archivar beim Landes- und Bundesarchiv sowie als Luftverkehrskaufmann bei der Lufthansa reifte während seiner Bundeswehrzeit der Entschluss, doch Theologie zu studieren. Die Aussicht auf eine vielfältige Gemeindepraxis und gestalterischen Freiraum gaben den Ausschlag. Im Laufe der Zeit begann er sich dann auch für die Theorie zu interessieren – insbesondere für das Alte und Neue Testament sowie die Kirchengeschichte.
Auf das Studium in Bonn, Marburg und Wuppertal folgte das Vikariat in Düsseldorf-Bilk. 1992 kam er zum Hilfsdienst nach Reisholz, wo er im gleichen Jahr ordiniert wurde. Im Folgejahr wurde er zum Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Holthausen (ab 1999 Evangelische Klarenbachkirchengemeinde) gewählt.
Begeisterung für die Botschaft
Was ihm in seinen Jahren als Seelsorger besonders am Herzen lag, bringt Wölk auf den Punkt: „Meine Begeisterung für die biblischen Texte und die darin liegende Botschaft als Lebenshilfe weiterzugeben.“ Auch das gemeinsame Gestalten von Gottesdiensten war ihm wichtig – etwa in enger Kooperation mit der altkatholischen Gemeinde. Auf Kirchenkreisebene engagierte er sich besonders für die Partnerschaft mit Bohlabela in Südafrika.
Der Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte fällt ehrlich aus. „Es war eine lange, ereignisreiche Zeit – auch geprägt von Abbrüchen und Veränderungen. Nicht alles ist gelungen, aber das wäre bei der Vielzahl an Aufgaben und Erwartungen auch unrealistisch“, sagt Wölk.
Blick nach vorn
Ab November gilt es nun, das Tempo zu drosseln. Seine Pläne für den neuen Lebensabschnitt: „Körper und Geist zur Ruhe kommen lassen, aufräumen, reisen und weiterhin in meinen zwei Chören singen.“ Seinem Nachfolger wünscht er die Kraft, auch im dichten Alltag stets die Balance zu wahren; der Gemeinde weiterhin Offenheit sowie Vielfalt – und dem Kirchenkreis ein gutes Händchen für das Zusammenwachsen.
Auf den Ruhestand schaut er mit Respekt. „Wie das Leben ohne Dauereinbindung, Terminkalender und feste Aufgaben wirklich geht, kann ich noch nicht abschätzen.“
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