13/07/2026 0 Kommentare
Ökumenisches Pilgern am Rhein bei den sechsten „Flussgeschichten“
Ökumenisches Pilgern am Rhein bei den sechsten „Flussgeschichten“
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Ökumenisches Pilgern am Rhein bei den sechsten „Flussgeschichten“
In den Sommerferien wird das Rheinufer zwischen Hamm und Kaiserswerth zu einem Pilgerweg mit vier Etappen. Zum sechsten Mal in Folge laden die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Süd und die katholische Pfarrei St. Nikolaus zu den ökumenischen „Flussgeschichten“ ein. In diesem Jahr findet das Projekt in Kooperation mit den evangelische Kirchengemeinden Emmaus, Frieden, Gerresheim und Düsseldorf-Mitte statt. An vier Freitagabenden im Juli und August begeben sich die Teilnehmenden auf abwechslungsreiche Strecken entlang des Rheins, um biblische Texte zu Jakob zu hören und das urbane Leben auf sich wirken zu lassen.
Die Idee für das Format stammt ursprünglich von einem evangelischen Kirchentag, sagt Pfarrer Kay Faller aus Düsseldorf-Süd. Er brachte den Impuls der „Bibelarbeiten auf dem Weg“ dann mit nach Düsseldorf. „Ich finde es spannend, wenn ein 2000 Jahre alter Text plötzlich lebendig wird und die Bibel und die Umgebung sich gegenseitig aufschließen!“, erklärt Faller die Faszination des Projekts. „Bibel und Stadt kommen ins Gespräch und die Menschen, die mitgehen, untereinander auch.“
Vom Geheimtipp zum Publikumsmagneten
Was vor sechs Jahren als kleiner ökumenischer Spaziergang mit rund 20 Teilnehmenden aus den Gemeinden Wersten und Holthausen begann, hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im vergangenen Jahr nahmen an manchen Touren bis zu 120 Menschen teil. „Da sind wir dann an unsere Grenzen gestoßen“, berichtet Magdalena Overberg vom katholischen Pastoralteam St. Nikolaus. Neu sei in diesem Jahr eine kleine kulinarische Überraschung für alle.
„Die eh schon gute Ökumene wird durch unsere gemeinsamen Flussgeschichten sehr gestärkt“, freut sich Bettina Winkel aus dem Organisationsteam. „Sogar Menschen, die keine Kirchenmitglieder sind, engagieren sich aktiv in der Vorbereitungsgruppe.“
Ein besonderes Merkmal der Touren ist die Verbindung von Spiritualität und lokalem Insiderwissen. Stefan Schulze, der ebenfalls zum Team gehört, schätzt diesen Mix: „Ich finde es spannend, dass Experten vor Ort etwas über ihren Stadtteil oder passend zu dem Thema der Tour erzählen.“ Auch für Entwicklung der evangelischen Kirche in Düsseldorf setzt das Projekt Impulse, wie Pfarrerin Elisabeth Schwab hervorhebt: „Gemeinsam auf dem Weg zu sein, ist gut. Ich hoffe, dass das unseren Prozess ‚eine Gemeinde‘ weiter stärkt und wir das Verbindende erleben.“
Das Programm 2026: Auf den Spuren Jakobs
Inhaltlich zieht sich in diesem Jahr die biblische Familiengeschichte von Jakob wie ein roter Faden durch die vier Etappen – ein Stoff voller Geschwisterstreit, Flucht, Betrug, aber auch von Versöhnung und Segen. Die Strecken sind zwischen 3,5 und 5 Kilometer lang und dauern jeweils rund 2,5 Stunden. Jede Strecke ist komplett barrierefrei und für alle Altersgruppen geeignet.
24. Juli (Auftakt): Die erste Tour startet um 18.35 Uhr am Bahnhof Düsseldorf-Hamm und führt entlang des Rheins bis zum Rheinturm. Passend zum Küstenschutz wird der Beauftragte für den Deichschutz über die Befestigung des Rheindeiches berichten. Als besonderes Highlight können die Teilnehmenden im Anschluss das Kirmesfeuerwerk aus sicherer Distanz vom Medienhafen aus bewundern.
31. Juli (2. Etappe): Der Weg führt von der Rheinkniebrücke über die Oberkasseler Seite bis zur Tonhalle. Begleitet wird die Gruppe von Bezirksbürgermeisterin Annette Klinke, die über die Herausforderungen des Lebens in der Stadt erzählt. Passend zur biblischen Erzählung geht es inhaltlich und kulinarisch um die „Himmelsleiter“. Start ist um 18.35 Uhr am Johannes Rau Platz.
7. August (3. Etappe): Auf den Spuren des „betrogenen Betrügers“ wandert die Gruppe vom Nordpark zur Kreuzkirche, wo Pfarrerin Brühn die Pilgernden mit einer Überraschung erwartet. Die Tour startet um 18.35 Uhr an der Haltestelle Nordpark/Aquazoo.
14. August (Abschluss): Die letzte Tour führt von der Haltestelle Alte Landstraße bis nach Kaiserswerth und steht unter dem Motto „Endlich Versöhnung“. Startzeit ist 18.40 Uhr
Organisatorisches für Teilnehmende
Der gemeinsame Startpunkt für Anreisende aus Wersten ist an allen Terminen jeweils um 18:00 Uhr an der Haltestelle Opladener Straße. Von dort aus geht es mit der Rheinbahn zu den eigentlichen Startpunkten. Ein Rheinbahn-Ticket sowie Getränke für den Weg müssen von den Teilnehmenden selbst mitgebracht werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich – Kurzentschlossene sind jederzeit herzlich willkommen.
Für Rückfragen oder weitere Informationen steht Pfarrer Kay Faller per E-Mail unter kay.faller@ekir.de zur Verfügung.
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