Kundgebung an der Johanneskirche Düsseldorf

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Kundgebung an der Johanneskirche Düsseldorf

Zeichen setzen für Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt am 15. Juni als Antwort auf den Rundgang durch das Japan-Viertel.

Düsseldorf (evdus). Mit einer Kundgebung unter dem Titel „Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt“ setzt die Evangelische Kirche in Düsseldorf gemeinsam mit dem Bündnis Düsseldorfer Appell am Montag, 15. Juni, um 16 Uhr an der Johanneskirche ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Anlass ist ein von der AfD angekündigter Rundgang durch das Düsseldorfer Japan-Viertel in der Stadtmitte, der um 16.30 Uhr am Bismarck-Denkmal auf dem Martin-Luther-Platz beginnen soll. Nach vorangegangenen Rundgängen durch das Bahnhofsviertel und das sogenannte „Maghreb-Viertel“ in Oberbilk richtet die rechtsextreme Partei ihren Blick auf einen Stadtteil, den sie nach eigenen Angaben als „gelungenes Beispiel einer Parallelgesellschaft“ bezeichnet.

Dem setzen Kirche und Zivilgesellschaft eine andere Botschaft entgegen: „Damit werden Menschen und Gemeinschaften gegeneinander ausgespielt und nach vermeintlicher Zugehörigkeit bewertet. Ideologien der Ungleichwertigkeit behaupten, manche Menschen gehörten mehr dazu als andere. Sie machen Unterschiede und Vielfalt zur Bedrohung. Wir halten dagegen: Menschenwürde gilt für alle – ohne Ausnahme“, sagt Pfarrer Heinrich Fucks, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf und Sprecher des Bündnisses Düsseldorfer Appell.

Johanneskirche als Ort des friedlichen Protests und der Begegnung

Die Veranstaltung an der Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, versteht sich als offener Ort für friedlichen Protest, Begegnung und Ermutigung. Vor der Kirche werden Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Superintendent Heinrich Fucks, Sprecher des Düsseldorfer Appells, Stellung beziehen. Zudem laden ein Infostand und das kirchlich-diakonische Kaffeemobil „Evie“ dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Johanneskirche selbst ist als Ruheort und Anlaufstelle geöffnet. Im Café im Foyer stehen Seelsorger*innen für persönliche Gespräche in geschützter Atmosphäre bereit. An einer Fürbittenstation können Gäste Kerzen entzünden und ihre Wünsche und Hoffnungen schriftlich festhalten.

Für die musikalische Gestaltung sorgt die Singer-Songwriterin Marie Rauschen. Geplant sind darüber hinaus Wortbeiträge von Vertreter*innen aus Stadt und Gesellschaft. Den Abschluss bildet ein ökumenisches Friedensgebet mit Johanneskirchenpfarrer Gert Ulrich Brinkmann und Pfarrerin Silke Tosch von der Rheinkirche Düsseldorf unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).

Die Veranstalter laden alle Menschen ein, Haltung zu zeigen, für Zusammenhalt einzutreten und die Würde aller Menschen zu verteidigen. Heinrich Fucks ergänzt: „Wo Menschen pauschal verdächtigt, gegeneinander ausgespielt oder zu Sündenböcken gemacht werden, wachsen Misstrauen und Spaltung. Darum werden wir Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt schützen – jetzt und in Zukunft.“

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Bündnisses Düsseldorfer Appell

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