05/10/2026 0 Kommentare
Kirchenkreis und Diakonie kritisieren komplettes Bettelverbot in der Altstadt
Kirchenkreis und Diakonie kritisieren komplettes Bettelverbot in der Altstadt
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Kirchenkreis und Diakonie kritisieren komplettes Bettelverbot in der Altstadt
Die Stadt Düsseldorf plant, das Betteln in Teilen der Altstadt komplett zu verbieten – auch dann, wenn es friedlich passiert. Die Diakonie Düsseldorf und der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf sehen das kritisch.
Fünf Meter rund um die Außengastronomie soll jede Art von Betteln zukünftig nicht mehr erlaubt sein – so sieht es der neue Entwurf für die Straßenordnung vor. Für einige Straßen in der Düsseldorfer Altstadt bedeutet das faktisch ein komplettes Bettelverbot.
„Wir müssen als Gesellschaft lernen, dass auch arme und wohnungslose Menschen Bürger*innen dieser Stadt sind und dass sie zum Stadtbild gehören“, sagt Superintendent Heinrich Fucks. „Verbote, Ausgrenzung und Verdrängung sind keine Lösung. Stattdessen braucht es das gemeinsame Hinschauen und weitere Angebote, die den Menschen konkret helfen.“
„Wir halten diese Verschärfung der Straßenordnung in Bezug auf das Betteln nicht für nötig“, erklärt Diakoniepfarrer Michael Schmidt. „Was ist so schlimm daran, wenn jemand ruhig und friedlich um ein wenig Geld bittet?“ Schon jetzt sei aggressives Betteln verboten. „Unserer Meinung nach reicht die aktuelle Straßenordnung deswegen aus, was das Betteln in der Altstadt betrifft.“
Die Diakonie Düsseldorf hilft wohnungslosen Menschen in der Altstadt mit dem „Shelter“, einer Tagesstätte, die neben dem Aufenthalt auch Sozialberatung und Freizeitangebote bietet.
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