13/10/2026 0 Kommentare
Benefizkonzert der Reihe „Sounds of Jazz“ zugunsten der Johanneskirche Düsseldorf
Benefizkonzert der Reihe „Sounds of Jazz“ zugunsten der Johanneskirche Düsseldorf
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Benefizkonzert der Reihe „Sounds of Jazz“ zugunsten der Johanneskirche Düsseldorf
Düsseldorf (evdus). Seit 28 Jahren ist die Jazz-Reihe „Sounds of Jazz“ mit der Johanneskirche Düsseldorf verbunden. Mehr als 200 Konzerte haben Wolf Doldinger & Best Friends im Bachsaal gespielt und die Kirche am Martin-Luther-Platz zu einem besonderen Treffpunkt für das jazzbegeisterte Publikum gemacht. Nun treten die Musiker zum ersten Mal im Kirchenraum auf: Am 17. Oktober steht ein Benefizkonzert mit dem Trompeter und Flügelhornisten Markus Stockhausen auf dem Programm.
Wenn Wolf Doldinger & Best Friends am Samstag, 17. Oktober, in der Johanneskirche auftreten, spielen sie nach über 200 Konzerten erstmals nicht im vertrauten Bachsaal, sondern direkt im Kirchenraum. Als Special Guest wird der international renommierte Trompeter und Flügelhornist Markus Stockhausen den Abend bereichern. Der Anlass ist ein besonderer: Sämtliche Musiker verzichten auf ihre Gage. Die Einnahmen kommen der Revitalisierung der Johanneskirche zugute.
Jazz-Musiker wollen der Kirche etwas zurückgeben
Dass sich die Jazz-Musiker für den Erhalt des Kulturdenkmals engagieren, ist mehr als eine schöne Geste. „Das ist bei uns ein tief empfundenes Dankbarkeitsgefühl, was wir gegenüber dieser Kirche haben“, sagt Wolf Doldinger. Die Idee entstand, als sie erfuhren, dass die Sanierung durch zusätzlich entdeckte Schäden immer teurer wurde. Für Doldinger stand fest: Sie wollten der Kirche etwas zurückgeben, in der sie über so viele Jahre auftreten durften, und er schlug daraufhin ein Benefizkonzert mit Helge Schneider vor. Im September 2024 wurden daraus gleich zwei ausverkaufte Abende im Bachsaal. Nun wollen die Musiker zum Endspurt der Sanierungsarbeiten ein weiteres Benefinzkonzert spielen. Auch Markus Stockhausen habe sofort zugesagt, ohne Honorar aufzutreten. „Das ist phänomenal!“, schwärmt Doldinger.
Neue Klänge im Kirchenraum
Der Wechsel in den Kirchenraum markiert ein neues Kapitel der „Sounds of Jazz“. Wegen der Arbeiten am Aufzug und am Treppenhaus ist der Bachsaal noch nicht zugänglich, doch die Verlegung eröffnet den Musikern neue klangliche Möglichkeiten. Insbesondere Posaunist Hardy Döhrn freut sich auf die Umgebung: „Als Posaunist liebe ich das sehr. Für Schlagzeuger ist das eher gewöhnungsbedürftig, aber für uns Bläser ist das herrlich, wenn der Klang sich ohne elektronische Verstärkung entfaltet.“
Auf dem Programm stehen Originalstücke von Markus Stockhausen, die teilweise von der Band begleitet werden, bekannte Jazzstücke von Miles Davis sowie Eigenkompositionen der Sounds of Jazz-Musiker. „Interessant wird der Choral, den wir spielen werden, Ich glaube, das wird eine große Überraschung“, kündigt Döhrn an. Wie bei den Konzerten im Bachsaal sollen auch kurze Texte und Gedichte ihren Platz haben, die Döhrn zwischen den Musikstücken vorträgt.
Neben Wolf Doldinger (Alt- und Baritonsaxofon) gehören Hardy Döhrn (Posaune), Wolfgang Engelbertz (Bass), Michael Weiss (Piano), Rolf Drese (Schlagzeug) und Tom Lorenz (Vibrafon, Percussion) zur Formation. Mit Markus Stockhausen kommt ein Gast hinzu, der sowohl im Jazz als auch in anderen musikalischen Welten zu Hause ist.
Eine gewachsene Jazz-Familie
Seit 1998 ist „Sounds of Jazz“ in der Johanneskirche zu Hause. Aus den ersten Konzerten im Foyer entwickelte sich eine feste Reihe im Bachsaal. Für jedes Konzert laden Wolf Doldinger & Best Friends ausgewählte Gäste aus der deutschen Jazzszene ein, die dem Programm ihren eigenen Charakter verleihen. Über die Jahre ist daraus eine musikalische Gemeinschaft geworden: „Wir reden von der ‚Jazz-Family‘ – das ist natürlich eine sehr schöne Kultur, die sich da entwickelt hat“, sagt Doldinger.
Auch Barbara Wengler von der Johanneskirche schätzt die langjährige Verbindung: „Es ist ein Geben und ein Nehmen. Wir freuen uns, dass wir mit Sounds of Jazz noch eine weitere ‚Familie‘ an unser Haus angedockt haben.“
Ein offenes Haus für Musik und Begegnung
Die Revitalisierung soll das Gebäude als Kulturdenkmal und als Ort des gesellschaftlichen Lebens erhalten. Die größten Sanierungsarbeiten sind inzwischen abgeschlossen, bis Ende des Jahres soll auch der Außenbereich fertiggestellt sein. Die Benefizkonzerte bringen nicht nur Geld für die Spendenkampagne, sondern auch Aufmerksamkeit für die Kirche. „Das erreicht Menschen, bei denen Kirche normalerweise gar nicht so Gehör findet“, sagt Fundraiserin Andrea Gold vom Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf. Dass Besucher das Konzert mit einem neuen Blick auf die Kirche verlassen, sei „ein großartiges Geschenk“.
Für Doldinger ist der Jazz in Düsseldorf ein wichtiger Impulsgeber. Er erinnert sich an eine Zeit, in der die amerikanische Musik die Stadt aufmischte: „Das war ein Groove hier in der Stadt, da war Aufbruch, da war gute Stimmung und die Altstadt, die blühte.“ Diese Energie soll am 17. Oktober auch der Johanneskirche zugutekommen.
Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Eintritt: 30 €, für Personen unter 18 Jahren frei. Karten sind erhältlich über www.soundsofjazz.info sowie an der Abendkasse.
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