19/01/2026 0 Kommentare
Evangelische Kirche im Rheinland richtet Meldestelle für Rassismus ein
Evangelische Kirche im Rheinland richtet Meldestelle für Rassismus ein
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Evangelische Kirche im Rheinland richtet Meldestelle für Rassismus ein
Ziel: Rassismus in der Kirche sichtbar machen und Betroffene stärken.
Die Evangelische Kirche im Rheinland hat eine Meldestelle zum Thema Rassismus eingerichtet und damit eine neue Unterstützungsstruktur für ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitende geschaffen, die im kirchlichen Kontext rassistische Erfahrungen machen. Ergänzend dazu wurde ein Empowerment-Netzwerk für Menschen mit Rassismuserfahrungen aufgebaut.
„Rassismus ist kein Randphänomen in unserer Gesellschaft, sondern eine Realität mittendrin. Leider auch in kirchlichen Zusammenhängen. Rassismus widerspricht der Botschaft der Bibel. Rassismus widerspricht unserem Glauben. Umso mehr nehmen wir ernst, dass Rassismus auch in unserer Kirche geschieht“, erklärt Vizepräses Antje Menn, warum die Evangelische Kirche im Rheinland die Meldestelle im Juli 2025 eingerichtet hat.
Angebot für ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitende der Kirche
An die Meldestelle können sich alle ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitenden der rheinischen Kirche wenden – unabhängig davon, an welcher Stelle oder auf welcher Ebene sie tätig sind. „Die Meldestelle steht Menschen offen, die selbst Rassismuserfahrungen gemacht haben und sich Unterstützung, Beratung oder Orientierung wünschen“, so Menn, die die Abteilung Personal im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland leitet. Die Meldestelle bietet u. a. ein zeitnahes Beratungsgespräch und Hinweise auf weitere Unterstützungsangebote. Zugleich gibt es Zugang zum Empowerment-Netzwerk der rheinischen Kirche.
Parallel auch ein Empowerment-Netzwerk aufgebaut
Parallel zur Meldestelle wurde das Empowerment-Netzwerk für Menschen mit Rassismuserfahrungen in der rheinischen Kirche aufgebaut. Das Netzwerk bietet Raum für Austausch, gegenseitige Stärkung und das Entwickeln von Strategien im Umgang mit Rassismus im kirchlichen Alltag. Im Herbst 2025 hat bereits ein Auftakttreffen des Netzwerks stattgefunden. Für das Jahr 2026 sind weitere Treffen und Aktivitäten geplant, um die Vernetzung und den Empowerment-Ansatz weiter zu stärken. Vizepräses Antje Menn am Rand der Landessynode, die aktuell in Bonn tagt: „Wir hoffen, dass die Meldestelle zu einem Kulturwandel innerhalb der Kirche beiträgt. Rassismus soll nicht individualisiert oder unsichtbar gemacht werden, sondern als Realität auch im kirchlichen Kontext ernst genommen werden. Die Meldestelle trägt dazu bei, Betroffene zu unterstützen, Erfahrungen sichtbar zu machen und langfristig strukturelle Veränderungen anzustoßen.“
Stichwort: Meldestelle Rassismus
Die Meldestelle Rassismus für Mitarbeitende der Evangelischen Kirche im Rheinland wird von dem Team der Stabsstelle Vielfalt und Gender in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Kirchenleitung für das Empowerment-Netzwerk, Pfarrer David Gabra, getragen. Sie ist erreichbar per E-Mail: meldestelle.rassismus@ekir.de oder telefonisch unter 0211 4562-170. Weitere Informationen: rassismuskritik.ekir.de.
Pressemitteilung der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 17.01.2026
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