16/09/2026 0 Kommentare
Urdenbacher Gemeinde-Ensemble: Historische Entdeckungen und ein moderner Neubau
Urdenbacher Gemeinde-Ensemble: Historische Entdeckungen und ein moderner Neubau
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Urdenbacher Gemeinde-Ensemble: Historische Entdeckungen und ein moderner Neubau
Mit einem Baustellenfest hat die Evangelische Kirchengemeinde Urdenbach einen Meilenstein gefeiert: Rund 40 Prozent des dreiteiligen Bauprojekts an der Urdenbacher Dorfstraße sind fertiggestellt. Im Herzen des Stadtteils entsteht derzeit ein wegweisendes Ensemble, das die denkmalgeschützte Dorfkirche von 1693, das sanierungsbedürftige historische Fachwerkhaus von 1725 und den nachhaltigen Neubau „Osthaus“ miteinander verbindet. In Führungen wurden die Besonderheiten des Bauprojekts erklärt.

Sanierung enthüllt historische Schätze
Bei den Entkernungs- und Restaurierungsarbeiten des denkmalgeschützten Fachwerkhauses – einem Paradebeispiel für die Architektur der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts – stießen die Handwerker unter enger Begleitung des Denkmalschutzes auf seltene Besonderheiten: Eine „Kölner Decke“ sowie eine Rauchküche – oder stube mit rußgeschwärzten Deckenbalken wurden freigelegt. Die Wiederaufarbeitung dieser Zeugnisse prägt das neue Innenraumkonzept, in dem der Kamin modern neu interpretiert wird.

Räume für Gemeinschaft entstehen
Betreten wird das Haus künftig barrierefrei über den Innenhof. Ein kleines Foyer führt über ein bis ins Dachgeschoss offenes Treppenhaus in das erste Obergeschoss. Dort dient ein Umlauf-Foyer als zentrale Kommunikationszone. Zusammen mit dem begrünten Innenhof entsteht so ein barrierefreier Ort der Begegnung für das gesamte Quartier.
Nachhaltiges „Osthaus“ und breite finanzielle Unterstützung
Ergänzt wird das historische Ensemble durch das „Osthaus“, ein nachhaltiger Holzneubau mit Satteldach an der Stelle der früheren Sakristei. Das Gebäude schafft Raum für größere Veranstaltungen. Neben der kirchlichen und kulturellen Nutzung stehen künftig auch Räume für Privatpersonen zur Anmietung offen. Das Gesamtprojekt strebt eine CO₂-neutrale Bewirtschaftung an.

Die Finanzierung wird maßgeblich von der Kirchengemeinde getragen und durch starke Partner gefördert: Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben mit 100.000 Euro, zudem beteiligt sich die Sparkasse Düsseldorf mit einer Spende in Höhe von 25.000 Euro. Das Foto zeigt die Führung mit der Architektin, Pfarrer Köhler, Mitarbeitende der Gemeinde und Spender.

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