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4. Mai - Selbstbestimmt sterben?

Die Kontroverse um den assistierten Suizid innerhalb und außerhalb der Kirche

Online-Veranstaltung der Evangelischen Stadtakademie Düsseldorf in Kooperation mit dem Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf, Uhrzeit: 19:00 bis 20:30 Uhr

Anmeldungen erbeten bei der Evangelischen Stadtakademie per Mail unter esta@evdus.de erbeten. Infos unter www.estadus.info

Die Kontroverse um den assistierten Suizid innerhalb und außerhalb der Kirche wird online diskutiert am 4. Mai. Foto: Siggy Nowak pixabay.jpg

Düsseldorf (evdus). Besitzt ein Mensch das Recht, den Zeitpunkt seines Todes selbst zu bestimmen? Und soll er dabei fachlich qualifizierte Unterstützung bekommen können, damit sein Sterben menschenwürdig geschehen kann? Das Bundesverfassungsgericht hat diese Fragen vor einem Jahr mit ja beantwortet. Das Selbstbestimmungsrecht des Menschen gelte absolut, es schließe die Entscheidung zu sterben ein, und der Staat müsse die gesetzlichen Voraussetzungen für den sogenannten assistierten Suizid schaffen.

Einige prominente evangelische Theologen haben sich unlängst dafür ausgesprochen, im kirchlich-diakonischen Raum die Möglichkeit des assistierten Suizids nicht von vornherein auszuschließen. In ganz besonderen Fällen, wenn es medizinisch keine Aussicht auf Heilung mehr gebe und das Leben bis zum natürlichen Todeszeitpunkt nicht mehr positiv gestaltbar sei, müsse eine Hilfe zum Sterben erwogen werden können.

Dass sich an diesem Votum eine heftige Kontroverse entzündet hat, ist kaum überraschend. Sie reicht weit über die Grenzen der akademischen Theologie hinaus und wird an vielen Orten in der Kirche geführt. Kann die Unterstützung selbstbestimmten Sterbens ein seelsorglich verantwortbarer Akt der Barmherzigkeit sein? Oder gelten der Schutz und die Bewahrung des Lebens unbedingt, also auch im Sterben?

„Professor Dr. Jacob Joussen, Jurist, Presbyter der Evangelischen Luther-Kirchengemeinde und EKD-Ratsmitglied, und Professor Dr. Ralf Frisch, Theologe, Dozent an der Evangelischen Hochschule Nürnberg und theologischer Referent der Bayerischen Landeskirche, werden vor uns und mit uns diese Kontroverse ausloten. Eine spannende Diskussion erwartet uns, denn es geht um nicht weniger als um eine Kernfrage christlichen Lebens und Glaubens“, sagt Dr. Gabriela Köster, Studienleiterin der Evangelischen Stadtakademie Düsseldorf, die die Online-Veranstaltung leitet. Die Moderation hat der Theologe und Assessor im Kirchenkreis Düsseldorf Dr. Martin Fricke.