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25. Oktober - Spaziergang der Mahn- und Gedenkstätte

„Im Namen des Volkes...“ Das Düsseldorfer Oberlandesgericht und die Justiz im Nationalsozialismus.

Der Startpunkt der rund 90-minütigen Tour wird bei der Anmeldung bekanntgegeben.

Anmeldung erbeten zu den Sekretariatszeiten (Mo bis Fr 8.00 bis 16.00 Uhr) unter Tel. 0211/ 899 62 05 oder bei Nicole Merten per Mail nicole.merten@duesseldorf.de, Bitte Mund-Nasenschutz mitbringen

Beginn: 11:00 Uhr

www.gedenk-dus.de

Stadtrundgang mit der Mahn-und Gedenkstätte Düsseldorf. Foto: Mahn-u. Gedenkstätte

„Im Namen des Volkes…“ ist eine feste Formulierung des deutschen Prozessrechtes. Sie drückt aus, dass der Ursprung aller Macht vom Volk ausgeht und die Gesetzgebung demokratisch legitimiert ist. Während des nationalsozialistischen Regimes ergingen Urteile auch „im Namen des Volkes“. Doch das Gesetz wurde mehr und mehr Unrecht. Politische Gegner wurden als angebliche „politische Kriminelle“, Bettler und Prostituierte als „asoziale Elemente“ juristisch belangt, Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung als vermeintlich „erbkrank“ herabgewürdigt und ihrer körperlichen Integrität per Beschluss des „Erbgesundheitsgerichts“ brutal beraubt, Homosexuelle nach dem Paragrafen 175 verfolgt.

Urteile und Strafmaß folgten den nationalsozialistischen Gesetzen, Richter und Staatsanwälte nutzten ihre Handlungs- und Ermessensspielräume im Sinne der NS-Ideologie. Hinzu trat die Ausgrenzung aus den juristischen Berufen all derjenigen, die für die Nationalsozialisten nicht zur sogenannten „Volksgemeinschaft“ gehörten. Begleiten Sie uns auf einen rund 120-minütigen Rundgang zu unserem Band 9 der kleinen Schriftenreihe: „‚Im Namen des Volkes…‘ – Das Düsseldorfer Oberlandesgericht und die Justiz im Nationalsozialismus“.

Die Spaziergänge finden auf Grund der aktuellen Situation unter anderen Bedingungen als gewöhnlich statt. Es können nur 18 Personen teilnehmen.