0800 081 82 831

20. Juni - Flüchtlingshilfeinitiative berichtet in Düsseldorf von ihrer Arbeit in Thessaloniki in Griechenland

Weltflüchtlingstag 2018

Evangelischen Familienbildungswerk Hohenzollernstraße 24, Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

www.ekir.de/www/service/pm-naomi-projekt-27756.php

Taschen  und Rucksäcke enstehen in der Texilwerkstatt von NAOMI. Foto: NAOMI

Düsseldorf (evdus). Beratung, Begleitung und humanitäre Hilfe für Flüchtlingsfamilien ist eine Säule der Flüchtlingshilfeinitiative NAOMI im griechischen Thessaloniki. Sprachkurse, Beschäftigungs-und Qualifizierungsmaßnahmen sind eine weitere Säule. NAOMI ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), hervorgegangen aus der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Thessaloniki.

Am Weltflüchtlingstag, Mittwoch, 20. Juni, besuchen zwei Mitarbeiterinnen von NAOMI die Evangelische Kirche im Rheinland, die die Initiative seit 2015 unterstützt.

Am 20. Juni sind Interessierte zu einer Informationsveranstaltung von NAOMI im Evangelischen Familienbildungswerk eingeladen.

Elke Wollschläger, Texil-Ingenieurin und Leiterin der Produktionsentwicklung bei NAOMI, berichtet über die Textilwerkstatt vor Ort. In 2017 wurden über 1300 Jacken hergestellt, zwei Flüchtlinge aus Benin und Kongo wurden halbtags fest angestellt. Weitere Flüchtlinge erhalten Sozialhilfen für die Heimarbeit. Es gab über acht Monate ein Näh-Programm für Frauen im Flüchtlingslager Diavata. 40 Personen nehmen an wöchentlichen Kursen und an weiteren Produktionseinheiten von Elke Wollschläger teil.

„Jacken und Westen aus UNHCR-Decken“

In der „Remember Idomeni Collection“ werden Jacken und Westen aus UNHCR-Decken aus dem Flüchtlingslager Idomeni hergestellt. Zu den weiteren Produkten gehören auch Hosen, Schürzen und Taschen. Eine neue Produktionsgruppe für Sommerhosen und Tunikas wird gerade aufgebaut. Die Nähwerkstatt soll Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge schaffen und durch den Verkauf der Produkte finanziert werden.

NAOMI war auch aktiv in der Akutnothilfe für Geflüchtete in dem bis zur Räumung im Mai 2016 europaweit für seine katastrophalen Lebensbedingungen bekanntem Flüchtlingslager in Idomeni.

Ebenfalls Gesprächspartner bei der Informationsveranstaltung am 20. Juni in Düsseldorf ist Reem Hamad, Studentin der Medizin an der Aristoteles Universität Thessaloniki, aus Palästina, Aktivistin und Dolmetscherin in der Flüchtlingsarbeit in Nordgriechenland.

Kooperationspartner von NAOMI sind neben der Evangelische Kirche im Rheinland die Evangelische Kirche von Hessen und Nassau, die Diakonie Baden und die Diakonie Württemberg, sowie unterstützend die Churches' Commission for Migrants in Europe (CCME) und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Wichtig als Partner vor Ort ist auch die Diakonie Katastrophenhilfe.