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18. April - „Die letzten Monate im Leben von Bonhoeffer“

Deutschlandfilmpremiere – Erinnerung an den Theologen Dietrich Bonhoeffer

Kulturkirche im Stammhaus Kaiserswerth der Diakonie Kaiserswerther Markt 32, Kaiserswerth

Beginn: 19:00 Uhr

www.diakonie-duesseldorf.de

Während einer Reise für den Widerstand diskutieren Dietrich Bonhoeffer und Helmuth James von Moltke im April 1942 auf Rügen die Frage des Tyrannenmords. Foto: ideeundbild.de

Kaiserswerth (evdus). Am 9. April jährt sich zum 73. Mal der Todestag von Dietrich Bonhoeffer, der 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet wurde.

Aus diesem Anlass zeigen die Spectrum International Church Düsseldorf und die Evangelische Kirchengemeinde Kaiserswerth am Mittwoch, 18. April, ein amerikanisches Dokudrama „Come bevore Winter“ über die letzten Monate in seinem Leben.

Zusammen mit einer Gruppe von Gefangenen wurde er auf Irrwegen von Berlin nach Flossenbürg ins Konzentrationslager gebracht und später ermordet. Parallel erzählt „Come before Winter“ die Geschichte einer Propagandaeinheit in England, die getarnt als Radiosender die deutsche Bevölkerung mit „Fake-News“ verunsichern sollte. Teil dieses Teams war Otto John, der wie Bonhoeffer zum deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus gehörte. John gelang aber nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 die Flucht. Neben John gehörte auch Ian Flemming zu der Einheit, der nach dem Krieg mit seinen Geschichten über James Bond berühmt wurde.

Film wird in der Düsseldorfer Kulturkirche gezeigt

Gedreht wurde der Film neben einem Studio in Kalifornien an verschiedenen Originalschauplätzen in England sowie auf Rügen, in Berlin, Buchenwald, Schönberg und Flossenbürg.

Die Idee zu „Come before Winter“ hatte der Amerikaner Gary Blount, der Bonhoeffers Texten schon in den fünfziger Jahren im Studium begegnete. Neben Blount und dem Regisseur Kevin Ekvall aus Kalifornien gehörte der Düsseldorfer Hellmut Schlingensiepen als Drehbuchautor zu dem Team, das den Film umgesetzt hat. „Come before Winter“ hatte 2017 in den USA Premiere und wird jetzt erstmals in Deutschland gezeigt.

Hellmut Schlingensiepen arbeitet seit 2003 über den deutschen Widerstand. 2005 hat er einen Dokumentarfilm über Dietrich Bonhoeffer veröffentlicht und 2006 zum 100. Geburtstag Bonhoeffers eine Ausstellung für den Landtag NRW realisiert. Die war anschließend in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock in Berlin und in der KZ Gedenkstätte Flossenbürg zu sehen.

In der Kulturkirche im Stammhaus Kaiserswerth der Diakonie wird am 18. April, nach einer Einführung die amerikanische Originalversion gezeigt.

Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch mit Hellmut Schlingensiepen.