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12. September - Erinnerung an den Völkermord an den Herero und Nama

Neue Gedenktafel am Frankenplatz

Frankenplatz, Ecke Tannenstraße/Roßstraße Derendorf

Uhrzeit: 10:00 Uhr bis 10:45 Uhr

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2004 wurde die erste Gedenktafel zum Gedenken an den Völkermord an den Herero und Nama neben dem Kolonialkriegerdenkmal am Frankenplatz angebracht. Foto: EkiR

Derendorf (evdus). Zum Gedenken an den deutschen Völkermord an den Herero und Nama Anfang des 20. Jahrhunderts im heutigen Namibia, als diese sich der deutschen Kolonialmacht in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika entgegenstellten, erinnert seit 2004 eine Gedenktafel des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf und der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sie ist neben dem Kolonialkriegerdenkmal am Frankenplatz, Ecke Tannenstraße/Roßstraße angebracht.

Das Denkmal nimmt ursprünglich auf fünf deutsche Gefallene des Kolonialkrieges in Deutsch-Süd-West-Afrika Bezug.

Die Tafel, die die Evangelische Kirche dem Denkmal beigegeben hat, macht die Verantwortung deutlich, die aus der Geschichte erwächst. „Uns ist es ein Symbol für die Verantwortung, die uns aus der Geschichte erwächst. Es ist uns Mahnung, für die Würde aller Menschen, Völker und Rassen einzutreten“, so der Tafeltext.

Das heutige Sprachempfinden nimmt zurecht Anstoß daran, dass ein Begriff wie „Rassen“ auf Menschen gemünzt ist. Jetzt wird es folgerichtig eine neue Tafel mit verändertem Text geben. Nach wie vor aber geht es darum, deutlich zu machen, dass es gilt, für die Würde aller Menschen einzutreten.

Mit einer Feierstunde wird nun am Donnerstag, 12. September, um 10 Uhr die neue Tafel enthüllt. Dazu ist die Bürgerschaft der Landeshauptstadt eingeladen. An der Feierstunde sind Oberkirchenrätin Barbara Rudolph für die Evangelische Kirche im Rheinland und Synodalassessor Dr. Martin Fricke für den Kirchenkreis Düsseldorf beteiligt.