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Zeichen der Solidarität

Evangelischer Kirchenkreis Düsseldorf ist dem Aufruf zur Mahnwache vor der Düsseldorfer Synagoge gefolgt

Vor der Düsseldorfer Synagoge am Paul-Spiegel-Platz. Foto: evdus
Viele Teilnehmende kamen mit Kerzen und legten Blumen nieder. Foto: evdus
Vor der Düsseldorfer Synagoge am Paul-Spiegel-Platz. Foto: evdus

    Düsseldorf (evdus). Mehrere hundert Menschen, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, von Kirchen, Verbänden, Gewerkschaften und religiösen Gemeinschaften haben sich am Donnerstagnachmittag vor der Düsseldorfer Synagoge versammelt. Zur stillen Mahnwache aufgerufen hatten Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte, und Volker Neupert, Koordinator des Programms „Respekt und Mut“ zur interkulturellen Verständigung. Viele der Anwesenden demonstrierten ihre Anteilnahme mit den Ereignissen in Halle an der Saale vom Vortag durch Blumen und Kerzen, die sie auf den Stufen vor der Synagoge niederlegten. Damit setzten sie ein beeindruckendes Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und insbesondere der jüdischen Gemeinde in Halle, die zum Zeitpunkt der Anschläge den hohen jüdischen Feiertag Jom Kippur feierten.

    Pfarrer Heinrich Fucks, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf, schloss sich dem Aufruf an. „Die Nachricht von den grausamen Morden und dem Angriff auf die Synagoge in Halle hat uns tief erschüttert. Wir sind entsetzt darüber, dass Menschen angegriffen werden sollten, die sich am höchsten Feiertag ihres Glaubens zum Gebet versammelt haben“, sagte Superintendent Fucks. Der jüdischen Gemeinde versicherte er seine Solidarität und Unterstützung: „Wir verurteilen diese menschenverachtende Tat! Unsere Gedanken sind bei unseren jüdischen Geschwistern in Halle, in Düsseldorf und in ganz Deutschland. Wir stehen an ihrer Seite. Als evangelische Christen und als Menschen, denen an einer humanen Gesellschaft liegt, wollen wir alles tun, um gegen ein weiteres Vordringen von Antisemitismus und Rassismus vorzugehen.“

    Bis in den Abend kamen Menschen, gedachten der Opfer und zeigten ihre Wertschätzung gegenüber jüdischem Leben in Deutschland. Volker Neupert zeigte sich erfreut über die hohe Anteilnahme unter der Bevölkerung: „Ich war wirklich überrascht, dass so viele Leute da waren, denen es ein Herzensbedürfnis war, ihre Solidarität auszudrücken."