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„Wir gehen mit – wir sind da“

Trauernetz Düsseldorf am Ewigkeitssonntag, 22. November,  und am Vortag auf Düsseldorfer Friedhöfen präsent

Das Evangelische Trauernetz bündelt alle Angebote für Trauernde im neuen Flyer "Du fehlst... In der Trauer nicht alleine sein", erhältlich in evangelischen Gemeinden und Bestattern sowie online: https://www.evdus.de/arbeitsfelder/seelsorge/netzwerk-fuer-trauernde und über die kostenfreie Info-Telefonnummer 0800.081 82 83.

Evangelisches Trauernetz Düsseldorf stellte  die Aktion „Wir gehen mit – wir sind da“ am Samstag, 21. November, und am Ewigkeitssonntag, 22. November, auf drei Düsseldorfer Friedhöfen vor. (von links: Pfarrerin Elisabeth Schwab, Irmgard Albrecht, Dr. Brigitte Marzotko)

Düsseldorf (evdus). Erstmalig lädt das Evangelische Trauernetz Düsseldorf am Samstag, 21. November, und am Ewigkeitssonntag, 22. November, Trauernde an drei Düsseldorfer Friedhöfen ein, sie zu den Gräbern ihrer Verstorbenen zu begleiten. Die FriedhofsbesucherInnen können dabei über ihre eigene Trauer und das Abschiednehmen von verstorbenen Angehörigen und Freunden ins Gespräch kommen.

„Wir sind eine Gemeinschaft von Trauernden und Hoffenden. Was ist unsere Hoffnung? Was trägt uns im Advent? Gerade am Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt, möchten wir unserer Hoffnung als Christen auf Auferstehung, darauf, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, Ausdruck verleihen. Wir bieten auf den Friedhöfen und in unseren Gottesdiensten an, füreinander da zu sein“, sagt Pfarrerin Elisabeth Schwab von der Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde. Sie ist Sprecherin des Evangelischen Trauernetzes Düsseldorf und organisiert gemeinsam mit einem Team von Ehrenamtlichen einmal im Monat das „Café Matthäi für Trauernde“.

Am 21. November auf dem Nordfriedhof

Am Samstag, 21. November, am Vortrag des Ewigkeitssonntages, heißt es auf dem Derendorfer Nordfriedhof, Am Nordfriedhof 1, von 14 bis 16 Uhr: „Wir gehen mit – wir sind da.“ Haupt- und ehrenamtlich Seelsorgende bieten eine Begleitung zu den Gräbern und vertrauliche Gespräche auf dem Weg dorthin an. Die FriedhofsbesucherInnen erhalten auf Wunsch ein Lesezeichen mit Informationen rund um das Evangelische Trauernetz und ein sogenanntes Trostkästchen mit tröstlichen Bibelsprüchen, das sie in stillen Stunden zuhause immer mal wieder zur Hand nehmen können. Auf Wunsch kann eine Kerze für die Verstorbenen angezündet werden.

Am 22. November in Stoffeln und Gerresheim

Die gleiche Aktion des Trauernetzwerkes von „evangelisch in Düsseldorf“ findet am Ewigkeitssonntag, 22. November, auf dem Stoffeler Friedhof, Bittweg 60, und auf dem Gerresheimer Waldfriedhof, Quadenhofstraße 151, statt. Jeweils von 14 bis 16 Uhr stehen Seelsorgende vor Ort auf den beiden Friedhöfen den Trauernden zur Seite.

Auf allen Friedhöfen in Düsseldorf wird darüber hinaus am Ewigkeitssonntag um 15 Uhr der Verstorbenen in Andachten gedacht. Hier finden Sie eine Übersicht der Andachten auf den Friedhöfen zum Ewigkeitssonntag.

Evangelisches Trauernetz vor 15 Jahren gegründet

Vor rund 15 Jahren gründete sich das Evangelische Trauernetz im Kirchenkreis Düsseldorf. Es bündelt kostenfreie Angebote für trauernde Kinder und Erwachsene in Düsseldorf. Zum Netzwerk gehören sowohl evangelische Kirchengemeinden wie auch die Diakonie in Düsseldorf, die ökumenische Hospizgruppe Kaiserswerth, das Hospiz am Evangelischen Krankenhaus (EVK), die Notfallseelsorge Düsseldorf und das Psychosoziale Zentrum (PSZ), das mit ihrem Trauerort an der Bergerkirche in der Altstadt eine spezielle Adresse für Flüchtlinge ist, die um ihre Toten fern der Heimat trauern. Ohne die Unterstützung von seelsorglich geschulten ehrenamtlich Mitarbeitenden könnte das Trauernetz Düsseldorf nicht bestehen.

Für die ehrenamtliche Trauerbegleiterin Irmgard Albrecht, die schon seit der Gründung des Trauernetzes dabei ist und sich im Café Matthäi für Trauernde engagiert, steht im Vordergrund: „Oft höre ich von Trauernden, dass sie ihren Familien nicht zur Last fallen und sich mit ihrer Trauer nicht zumuten wollen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich die Trauernden in unseren Gruppen kennenlernen und Kontakt halten können auch außerhalb unserer Treffpunkte. Wir fördern den Austausch in unserem Trauer-Café. Hier kann jeder darüber sprechen, wie er oder sich gerade fühlt. Traurigkeit darf sein.“

Die ehrenamtliche Trauerbegleiterin Dr. Brigitte Marzotko schätzt, dass Trauernde, die oft im Internet nach dem für sie passenden Angebot suchen, vom virtuellen Friedhof bis zum digitalen Nachlass eine Fülle von Angeboten rund um die eigene Trauer finden. Marzotko absolviert gerade eine Schulung zur ehrenamtlichen Trauerbegleiterin im Trauernetz und hält das persönliche Gespräch in einer Trauersituation trotz aller digitalen Angebote für die Betroffenen für unverzichtbar.

Dem schließt sich auch Pfarrerin Elisabeth Schwab an. Sie ermuntert Trauernde, sich Zeit zu nehmen, den eigenen geeigneten Trauerort zu suchen und darauf zu schauen, was einem persönlich gut tut.

Neuer Flyer für Trauernde – vom Trostcafé bis zu Spaziergängen für Menschen in Trauer

Jetzt hat das Evangelische Trauernetzwerk einen neuen Flyer „Du fehlst… in der Trauer nicht alleine sein“ herausgegeben. Er bietet einen Überblick über alle stadtweiten Treffpunkte für Trauernde vom Trostcafé über Trauerberatung bis hin zum Spaziergang für Menschen in Trauer. Er ist in allen evangelischen Kirchengemeinden, bei Bestattern in Düsseldorf, den Mitgliedern des Trauernetzes und im Haus der Kirche, Bastionstraße 6, sowie online unter https://www.evdus.de/arbeitsfelder/seelsorge/netzwerk-fuer-trauernde und über die kostenfreie Info-Telefonnummer 0800.081 82 83 erhältlich.