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Welturaufführung zur Reformation

in der Kaiserswerther Mutterhauskirche

Alexander Stessin hat die Reformationsoper komponiert. Foto: Stessin/privat

Aufführungen am 18. und 19. November, jeweils um 18:00 Uhr, Mutterhauskirche Kaiserswerth, Zeppenheimer Weg 14. Eintritt: 7 Euro bis 30 Euro. www.reformationsoper.de

Kaiserswerth (evdus). Eine spektakuläre und zugleich gewagte Auseinandersetzung mit den Ereignissen vor 500 Jahren wird die Premiere einer Oper sein, die erstmals in der Mutterhauskirche der Diakonie in Kaiserswerth zu sehen ist. „In Exitibus“, zu Deutsch: „Auf Scheidewegen“ heißt das Stück, für das die Düsseldorferin Nicola Glück das Libretto geschrieben hat. „Es ist eine Oper über das Thema Reformation. Es gibt zwei Hauptpersonen, P und M. P steht für die alte konservative Welt. Der kann seine Gemeinde verzaubern mit spirituellen Handlungen. Und M setzt sich klar davon ab. Ziel von Beiden ist es, zu Gott zu kommen, sagt Glück“.

Mutterhauskirche verwandelt sich zur Opernbühne

Dutzende Sänger und Solisten werden die Kirche in eine Opernbühne verwandeln; die Kantorei der evangelischen Gemeinde, Studenten der Robert-Schumann-Musikhochschule sowie ein Kinderchor. Für sie alle hat der in Leipzig lebende Alexander Stessin anspruchsvolle Chorsätze und Arien komponiert. Er versucht, Musiktraditionen vom Mittelalter bis heute zu verbinden. „Das sind Gegensätze, die da erklingen, Kontraste zwischen harmonischer Musik und neuen dissonanten Klänge. Die Spannung macht das Stück aus.“

Singen und Theater spielen sind von den Mitwirkenden gefragt

Für Susanne Hiekel, Kantorin in Kaiserswerth und musikalische Leiterin der Aufführung ist diese Oper eine echte Herausforderung. „Das Schöne daran ist, dass diese Musik nach kurzer Zeit sehr eingängig ist, dass es sogar Ohrwürmer gibt, die die Choristen nachts im Schlaf begleiten. Und sehr spannend ist, dass sie in diesem Stück nicht nur Singen sondern auch Theater spielen müssen.“

Die Uraufführung löst sich von der Handlung der damaligen Zeit, will auch keinen Keil zwischen Glaubensrichtungen treiben. Ganz im Gegenteil, sagt Nicola Glück. „Es geht darum, das Menschen sich entscheiden müssen, wie sie auf bestimmte Situationen reagieren. Das ist gerade in unserer heutigen Zeit, wo wir mit Hass und sonstigen Geschichten zu tun haben, unglaublich aktuell.“

Verfasser: Andreas Vollmert        

Hier gibt es eine Radiobeitrag zur Kaiserswerther Kirchenoper.