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Sonderausstellung: Menschen in Auschwitz

Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf zeigt „Menschen in Auschwitz 1941–1943“ 

Noch bis zum 8. Juli ist die Ausstellung in der Mahn-und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 29, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten: So, Di bis Fr: 11 bis 17 Uhr, Sa: 13 bis 17 Uhr. Montag geschlossen. www.gedenk-dus.de

Häftlingsporträts von Josef Rosalia Hein. Foto: Düsseldorfer Mahn-und Gedenkstätte

Düsseldorf (evdus). Noch bis zum 8. Juli 2018 zeigt die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf die Ausstellung „Menschen in Auschwitz 1941–1943“ mit Häftlingsporträts von Josef Rosalia Hein.

Im Jahr 2015 jährte sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 70. Mal. Der Düsseldorfer Künstler Josef Rosalia Hein, geboren 1979, reiste dadurch angeregt in das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau. Eigentlich hatte er nicht vor, diesen Besuch künstlerisch zu verarbeiten, doch die vielen Eindrücke ließen Hein nicht los. In einer intensiven Arbeitsphase schuf er einen Werkzyklus, der aus 111 Tuschezeichnungen und einer Video-Installation besteht.

Die Grundlage seiner künstlerischen Auseinandersetzung bilden die erkennungsdienstlichen Fotografien, die unter anderem durch den ebenfalls inhaftierten Wilhelm Brasse zwischen 1941 und 1943 von Häftlingen bei ihrer Registrierung im Lager im Auftrag der SS angefertigt wurden. Der individuelle Mensch, das einzelne Gesicht im Kontrast zur bewusst vereinheitlichten Häftlingskleidung, steht im Mittelpunkt von Heins Zeichnungen. Durch die Reduktion von schwarzer Tusche auf weißem Papier spricht aus ihnen eine würdevolle Eindrücklichkeit. Ergänzt werden die Werke Heins durch mehrere Ausstellungstafeln, die den historischen Kontext des Lagerkomplexes Auschwitz, den Entstehungsrahmen der erkennungsdienstlichen Fotografien und die Biografie Wilhelm Brasses erläutern. In einer computerbasierten Darstellung werden zudem die wenigen bekannten biografischen Informationen zu den porträtierten Männern und Frauen vorgestellt.

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf in Kooperation mit dem Polnischen Institut Düsseldorf.