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Sergej Lepke hat ein Auge für Menschen

„evangelisch in Düsseldorf“ - Fotograf Sergej Lepke stellt Pressefotografien im Düsseldorfer Stadtmuseum aus

Das Stadtmuseum, Berger Allee 2, hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Eine vorherige telefonische Anmeldung und Terminvereinbarung sind unter der Telefonnummer 0211.899 61 70 erforderlich.

Sergej Lepke fotografiert für die Medien und den Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf. Foto: Privat
Nachwuchs, Karneval 1999 ∙ (c) Sergej Lepke ∙ Digitalisiertes Schwarz-Weiß-Foto
Weihnachten in der Russisch-Orthodoxen Kirche, (c) Sergej Lepke

    Düsseldorf (evdus). Der Fotograf Sergej Lepke arbeitet seit drei Jahrzehnten für die Medien und den Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf. Jetzt sind seine Bilder und die seines russischen Kollegen Johannes Galert bis zum 29. April im Düsseldorfer Stadtmuseum zu sehen. Ein großer Teil der Fotos, mit denen sich „evangelisch in Düsseldorf“ auf seiner Homepage evdus.de präsentiert, stammen von dem in Russland geborenen diplomierten Fotojournalisten Sergej Lepke.

    Er setzt mit seinen Fotos viele lokale Geschichten und Ereignisse sowie Sportgeschehen ins Bild. In den Zeitungen haben viele seine Fotos zu einzelnen Themen wahrgenommen, hier im Stadtmuseum gibt es jetzt einen Überblick jenseits des Tagesaktuellen. Gezeigt werden Fotos ab dem Jahr 2000.

    Lepke (Jahrgang 1953) hat stets einen Blick für Außergewöhnliches und fotokünstlerisch Reizvolles. Der aus Tscheljabinsk in Russland stammende Fotograf hat sowohl an verschiedenen Orten in Russland (zuletzt im Kunstpalast Magnitogorsk) sowie in und um Düsseldorf (u.a. in der Nikon Gallery und in der Neusser Alten Post) ausgestellt. In den 80erJahren war er in Mailand bei der Schau „Nuova Fotografia URSS“ vertreten.

    Lepke hat ein Auge für Menschen. Für die so genannten Großen und die so genannten Kleinen: Heino, Klaus Doldinger, Markus Lüppertz, die Oberbürgermeisterin Marlies Smeets, die Oberbürgermeister Erwin, Elbers und Geisel – aber auch den Spaziergänger vor den geschredderten Bäumen im Hofgarten nach dem Sturm Ela sieht Lepke mit seiner Kamera, genauso wie den kleinen Gardisten der Stadtgarde oder zwei sich streitende Möwen über den Dächern der Stadt.

    Augen-Blicke aus dem Fluss der Zeit genommen

    Ein Foto, so schreibt der Schriftsteller und Kunstkritiker John Berger in seinem Buch „Understanding a Photograph“, „isoliert, bewahrt und präsentiert einen Augenblick, der aus einem Kontinuum genommen wurde.“ In diesem Sinne sieht Lepke die Menschen, fotografiert sie, hält sie im Bild fest und zeigt den Betrachtern einen Augen-Blick mit ihnen – einen Augen-Blick mit dem Düsseldorfer Ehrenbürger Aloys Odenthal, der das Polizeiorchester dirigiert, oder einen Augen-Blick mit der Prinzengarde der Stadt Düsseldorf oder einen Augen-Blick in der russisch-orthodoxen Kirche an der Ellerstraße zu Weihnachten. Augen-Blicke durchaus am Rande des großen Geschehens, aus dem Fluss der Zeit genommen.

    Bei allem rückt Lepke Düsseldorf ins Bild. So gesehen erzählen einige seiner Fotos Stadtgeschichte und eröffnen Sichten auf Düsseldorfs Architektur. Sehenswert - zum Beispiel das Foto mit der Sicht auf den Stahlhof und dem Dreischeibenhaus im Hintergrund.

    Ausstellungsbesuch im Stadtmuseum

    Das Stadtmuseum, Berger Allee 2, hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Ab 17 Uhr gibt es die „Happy Hour“ mit kostenlosem Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle Besucher:innen frei. Eine vorherige telefonische Anmeldung und Terminvereinbarung sind unter der Telefonnummer 0211.899 61 70 erforderlich. 

                                                                                                                                              Autor: Dr. Ulrich Erker-Sonnabend