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Seelsorge und Vertrauen

Seelsorgewoche 2019 - 6. bis 13. Oktober

Wer auf dem Seil tanzt, der muss starkes Vertrauen haben. Mit diesem Symbolbild macht der Düsseldorfer Kirchenkreis auf die Seelsorgewoche 2019 aufmerksam. Es geht um den Zusammenhang von Seelsorge und Vertrauen.  Foto: Fotalia

Düsseldorf (evdus). Vertrauen ist wichtig. Es gibt Bereiche da ist es unabdingbar. In der Seelsorge zum Beispiel. Wer s ich der Seelsorge öffnet, braucht Vertrauen – in sich selbst, in sein Gegenüber und auch darin, dass das seelsorgliche Gespräch vertraulich ist und bleibt.

Vertrauensbildende Seelsorge

Eine ganze Woche lang ist „Seelsorge und Vertrauen“ das große Thema in den evangelischen Kirchengemeinden Düsseldorfs Superintendent Heinrich Fucks: „Es geht dabei um Einblicke in die ansonsten öffentlichkeitsscheue, vertrauensbildende Arbeit der Seelsorge. Soll sie glücken, so kann sie nur voller Vertrauen geschehen – getragen von Gottvertrauen, Selbstvertrauen und Vertrauen in den Alltag.“

Diskussion im Rathaus, Seelenwanderung in der Altstadt

Evangelische Seelsorgerinnen und Seelsorger haben ein Programm aus den vielfältigen Tätigkeitsfelder der Seelsorge in der Landeshauptstadt zusammengestellt. Da gibt es Fotoausstellungen zum Thema der Woche, Offene Türen in vielen evangelischen Beratungsstellen der Diakonie Düsseldorf, musikalische Angebote und vor allem viele Möglichkeiten, Seelsorgepraxis zu erleben. Zum Beispiel mit einem Klangboot in der Heilig-Geist-Kapelle der Uniklinik. Das ist eine Konstruktion aus verschiedenen massiven Hölzern in Form eines Bootes, die Klänge frei gibt. Der Musiktherapeut Elmar Vogt begleitet die Fahrt mit dem Klangboot. Hinterher gibt es Gelegenheit zu einem Seelsorgegespräch.

Ein Highlight der Woche ist eine Diskussion, die im Plenarsaal des Rathauses stattfindet: „Von der Kunst des Zuhörens in 'unerhörten' Zeiten.“ (10. Oktober, 19 Uhr, Rathaus, Marktplatz 1, Altstadt) Es geht aus Anlass von 60 Jahren Telefonseelsorge in Düsseldorf unter anderem um die Frage: Welchen Beitrag leistet gutes Zuhören im demokratischen Diskurs? Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie in Deutschland, diskutiert mit dem Düsseldorfer Gesundheitsdezernenten Andreas Meyer-Falcke. Die Philosophin Ariadne von Schirach ist dabei sowie Stefan Schumacher von der Föderation der Hilfstelefone (IFOTES).

Andere Veranstaltungen befassen sich mit dem Schwerhörigsein (12.Oktober, 15 Uhr, Bastionstraße 6, Carlstadt), laden zum Quartierspaziergang unter dem Stichwort „Vertrauen“ ein (6. Oktober, 11 Uhr, Bahnhofsmission, Hauptbahnhof, Stadtmitte), zeigen Bilder aus der Palliativstation des Kaiserswerther Florence-Nightingale-Krankenhaus (8. Oktober, 18 Uhr, Johanneskirche, Martin-Luther-Platz, Stadtmitte). Der Leiter der Seelsorgefortbildung im Düsseldorfer Kirchenkreis, Peter Krogull, bietet unter der Überschrift „Seelenwanderung“ eine kleine Pilgerei durch die Altstadtkirchen an (9. Oktober, 16 Uhr, Bergerkirche, Berger Straße 18b, Altstadt). Die Seelsorge der Justizvollzugsanstalt beteiligt sich ebenfalls mit einem Begegnungsprojekt zwischen Insassen der JVA und Gruppe aus einer Kirchengemeinde (nicht öffentlich).

In der Bilker Friedens-Kirchengemeinde gibt es einen seelsorglichen Begegnungsabend mit Informationen, Selbsterfahrung und Stärkung für Menschen, die grundlegende Veränderungen in ihrem Leben durchlebt haben oder durchleben: „Da muss ich durch“ (8. Oktober, 18.30 Uhr, Florastraße 55, Unterbilk).

Gottesdienste und Andachten

Die Seelsorgewoche beginnt am Sonntag, 6. Oktober, um 10 Uhr mit einem Eröffnungsgottesdienst in der Heilig-Geist-Kapelle, Universitätsklinikum, Moorenstraße 5, Bilk. Anschließend hat dort die Kunstinstallation „Vertrauen“ ihre Vernissage.

Der Abschlussgottesdienst ist am Sonntag, 13.Oktober, 10 Uhr, Johanneskirche, Martin-Luther-Platz, Stadtmitte.

Vom 8. bis zum 11. Oktober gibt es jeweils um 18 Uhr in der Johanneskirche 10-Minuten-Andachten zur Seelsorgewoche.

Über sämtliche Veranstaltungen (teilweise an unerwarteten Orten wie dem Flughafen oder mit Lauftreff am Rheinturm) informiert eine Broschüre mit Hinweisen auf alle 27 Veranstaltungen.

Programmheft mit Einblicken in die Seelsorge

Das Heft bietet zudem Einblicke in das Tun von Seelsorge. Seelsorgerinnen und Seelsorger schildern authentische Seelsorgefälle neben den Programmeinträgen. Das zeigt, wie Seelsorge funktioniert. Auch gibt es eine Übersicht über Seelsorgeangebote in Düsseldorf – unter anderem ein Seelsorgespaziergang mit Pfarrer und Hund.

Die Broschüre liegt in vielen Kirchengemeinden und im Haus der Kirche, Bastionstraße 6, Carlstadt, aus. Digital gibt es das Heft hier. Informationen auch seelsorge.evdus.de.