0800 081 82 831

Positive Bilanz gezogen

Start ins zweite Reformationshalbjahr 2017

Antje Rinecker (links) und Superintendentin Henrike Tetz laden zu den Veranstaltungen des Reformationsjahres 2017 ein. Foto: Ulrich Erker-Sonnabend

WDR-Moderator Matthias Bongard führt am 31. Oktober durch das Programm. Foto:Annika Fußwinkel 

Düsseldorf (evdus). „Bis heute gibt es ein ungebrochenes Interesse an der Reformation. Das haben wir auch im ersten Halbjahr 2017 beobachtet.“ Superintendentin Henrike Tetz zieht eine positive Bilanz des ersten Halbjahres 2017. Ein Jahr lang gedenkt die Evangelische Kirche der Reformation, die vor 500 Jahren damit begann, dass Martin Luther die Welt mit seinen Thesen zum Ablass bekannt machte. Ein Ereignis mit Folgen.

Ungebrochenes Interesse an der Reformation

Es entstand eine Kirche; die sich durch viele Möglichkeiten der Mitbeteiligung auszeichnet. Für die Düsseldorfer Superintendentin gehört dazu zum Beispiel sehr deutlich, dass die Menschen zum Mitsingen von Liedern im Gottesdienst eingeladen sind. Der partizipatorische Ansatz der evangelischen Kirche zeigt sich auch an den vielen Musikprojekten, die es gibt und die zum Mitmachen einladen.

Hinzuweisen ist auch auf die hohe Zahl von Ehrenämtern in der evangelischen Kirche – von der Gemeindeleitung bis zu den verschiedenen Seelsorgefeldern. In Telefonseelsorge, Notfallseelsorge und Trauerseelsorge engagieren sich viele ehrenamtlich. Das sei eine breite Bewegung und ein „Merkzeichen des Protestantismus“, so Tetz. Unter Evangelischen sei die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, sehr hoch – und das gelte nicht nur für Kirchenämter, sondern auch für das politische und soziale Engagement in der Gesellschaft. Und die Kirche sei als Ort attraktiv, an dem Glaube zu leben sei.

Aus dem Glauben heraus zu leben – das sei ein aktuelles Thema bei vielen Menschen. So verwundere es auch nicht, dass die vielen Angebote zum Reformationsthema in diesem besonderen Jahr 2017 in der Düsseldorfer Bevölkerung guten Zuspruch finden.

An den vielen besonderen Veranstaltungen zum Jahr der Reformation 2017 haben rund 15.000 Besucherinnen und Besucher teilgenommen, so die Evangelische Pressestelle. Jetzt erscheint für das zweite Halbjahr eine Neuauflage des Programmheftes mit vielen zusätzlichen Veranstaltungen. Das Heft gibt es in den Kirchengemeinden und ab dem Johannestag, 24. Juni, beim großen Sommerfest des Evangelischen Kirchenkreises und seiner Gemeinden an der Johanneskirche, Martin-Luther-Platz, Stadtmitte. 

24. Juni – Johannesfest rund um die Johanneskirche

Am Samstag, 24. Juni, um 15 Uhr startet das Johannesfest - ein Fest für Leib und Seele. Antje Rinecker, die das Fest für den Kirchenkreis organisiert, hat zusammen mit Tetz das Programm vorgestellt: „Es gibt etwas für jedermann: Kindermusical, Offenes Singen, Gospel und zum Abschluss abends um halb elf ein stimmungsvolles Taizé-Gebet.“ Kulinarisches wird angeboten: Eiscreme und viele Imbisse. Nach dem Kindermusical „Mönsch Martin“ können Kinder und Erwachsene Ballons aufsteigen lassen. Die Ballone sollen die Freude, die die Besucherinnen und Besucher des Johannesfestes haben, weitertragen.

Das Johannesfest ist sozusagen das „Sommerhoch des Reformationsjahres 2017“, so Tetz. 

31. Oktober – Reformationsfest in der Tonhalle

Im Herbst gibt es ein weiteres Großereignis. Am Reformationstag, 31. Oktober, feiern die Kirchengemeinden morgens Reformationsgottesdienste, abends lädt der Kirchenkreis die Düsseldorfer in die Tonhalle ein. Unter dem Motto „Feiern, danken, wünschen, träumen“ beginnt um 19 Uhr ein großes Reformationsfest mit Musik, dargebracht von Düsseldorfer Kirchenchören und Kantoreien.

Mit dabei sind zwei Uraufführungen: Die Psalmkantate „Ich bin vergnügt“ von Matthias Nagel. Nagel war früher Kirchenmusiker in Garath, jetzt  Professor an der Hochschule für Kirchenmusik (Herford). Als zweite Uraufführung erklingt die „Hymne für Düsseldorf“ von Kantor Wolfgang Abendroth und Pfarrer Dirk Holthaus (Gemeinde Düsseldorf-Mitte). Ein Chor von 390 Sängerinnen und Sängern wirkt mit.

Durch den Abend führt WDR-Moderator Matthias Bongard.

Karten gibt es über das Ticketing der Tonhalle.  Eintritt: acht Euro, Schüler, Studenten, Kinder und Jugendliche: vier Euro. Kartenkasse der Tonhalle, Am Ehrenhof 1, 40479 Düsseldorf, Telefon 0211. 89 96 123, E-Mail: konzertkasse@tonhalle.de. Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 19 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr.

Jede Besucherin und jeder Besucher des Reformationsfestes in der Tonhalle tut sich mit dem Kauf einer Karte selbst etwas Gutes und zudem auch Düsseldorfer Jugendlichen, die unter besonders schwierigen Bedingungen auf dem Weg zum Erwachsenensein sind. Hier hilft das Projekt „Sprungbrett“ der Düsseldorfer Diakonie. Der Reinerlös aus dem Kartenverkauf kommt dem Projekt „Sprungbrett“ zugute. So wird der besondere 31. Oktober 2017 auch für die Jugendlichen ein besonderer Tag.