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Passionszeit – Fastenzeit

Was bedeutet der Leidensweg Christi für Christen heute?

Die Fastenaktion der Evangelischen Kirche  2019 "Sieben Wochen ohne Lügen" greifen viele Kirchengemeinden in der Passionszeit auf. Foto: Sieben Wochen ohne


Düsseldorf (evdus). Als Passionszeit bezeichnet man im christlichen Kirchenjahr die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karsamstag. Sie erinnert an die Leidenszeit Jesu, die gemäß biblischer Überlieferung zur Hinrichtung am Kreuz führte. Viele Kirchengemeinden in Düsseldorf greifen in Passionsandachten die Leidesgeschichte Jesu und die Bedeutung für Menschen heute auf. Einige laden zum gemeinsamen Fasten und zu Gesprächskreisen ein.

Hier einige Beispiele: 

Abendgebete in der Passionszeit und zu Ostern

Zu einer halben Stunde Ruhe und Gebet inmitten dem oft hektischen Alltag lädt die Evangelische Kirchengemeinde Wersten in der Passionszeit und zu Ostern ein.

Ab Aschermittwoch können sich Besucherinnen und Besucher unter der Überschrift „Nimm dir Zeit, Gott und Dir selbst zu begegnen“ jeden Mittwoch in der Krypta der Stephanuskirche, Wiesdorfer Straße 21, Wersten, einfinden und einen Psalm, einen Bibeltext und Gedankenanstoß mitnehmen. 

Das nächste Treffen findet am 27. März statt.

Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Die weiteren Termine sind mittwochs, 3., 10., 17. und 24. April. 

Fastenaktion: „Mal ehrlich! 7 Wochen ohne Lügen“

In diesem Jahr lautet das Motto der Fastenaktion der evangelischen Kirche „Mal ehrlich! 7 Wochen ohne Lügen“. Ein Fastenkalender der Fastenaktion „7 Wochen ohne“ widmet sich an 47 Tagen bis 22. April dem Umgang mit der Wahrheit, gibt Denkanstöße in Wort und Bild.

Die Ökumenische Fastengruppe Eller lädt an insgesamt sieben Mittwochabenden, das nächste Mal am 27. März, zur gemeinsamen Beschäftigung mit der alltäglichen Kommunikation, den kleinen und großen Notlügen und Falschaussagen und dem Umgang mit der Wahrheit anhand des Fastenkalenders ein.

Die Treffen finden jeweils um 19.30 Uhr in den Räumen der evangelischen Jakobuskirche, Am Schabernack 35, Eller, statt.

Informationen gibt es im Gemeindebüro an der Schlosskirche, Schlossallee 4, Eller, oder per Mail unter mirjam@evdus.de .

Ökumenische Passionsvespern in der Altstadt

Die Passion Jesu ist ein Grenzgang zwischen Leben und Tod. In den ökumenischen Passionsvespern ab Mittwoch, 13. März, in der Altstadt gehen die Teilnehmenden diesen Grenzgang nach: „Wo überwinden wir Grenzen und wo müssen wir sie ziehen? Und was geschieht, wenn wir an die Grenze kommen?“

Die erste von vier Passionsvespern findet am 13. März unter der Überschrift „über sich selbst hinaus“ mit Pater Elias H. Füllenbach, Prior des Düsseldorfer Dominikanerklosters an der Andreaskirche, in der evangelischen Neanderkirche, Bolkerstraße 36, Altstadt, statt.

Unter dem Motto „auf eigenes Risiko“ predigt Dominikanerpater Wolfgang Sieffert am 27. März, in der Neanderkirche.

Und die Reihe der ökumenischen Passionsvespern endet am 3. April mit einer Passionsvesper unter dem Titel „in ein neues Leben“ mit Pfarrerin Antje Brunotte von der Evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte in der St. Andreaskirche.

Die Vespern finden immer mittwochs um 19 Uhr statt, dauern etwa 45 Minuten und enthalten die Tradition des Psalmodierens, Lieder, Gebete und eine kurze Predigt. Musikalisch werden sie von den Kirchenmusikern aus St. Andreas und der Neanderkirche begleitet. 

„Gesalbte auf dem Kreuzweg der Gesalbten“

In den Passionsandachten der Evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth am Donnerstag,  21. und 28. März sowie am 4. und 11. April unter der Überschrift „Gesalbte auf dem Kreuzweg der Gesalbten“ können Besucherinnen und Besucher auf Wunsch ihre Leideserfahrungen zu Gehör und vor Gott bringen.

Dabei wird für Beichte, Salbung und Fürbitte Raum sein, die allen offen stehen, die Kummer, Krankheit und Kreuz drücken.

„Das stellvertretende Leiden Jesu Christi, in dem alle unsere Schmerzen und Nöte Gott selber und unmittelbar betreffen, ist wie ein Vergrößerungsglas: In ihm werden die Kreuzwege und Passionen Unzähliger sichtbar. So zeigt uns Jesu Passion auch die Leiden unserer Zeit, in unserer Nähe – die Leiden unserer Nächsten“, sagt Pfarrer Jonas Marquardt von der Evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth.

Beginn der Passionsandachten in jeweils um 18.30 Uhr in der evangelischen Stadtkirche Kaiserswerth, Fliednerstraße 6, Kaiserswerth.

Die Passionsandachten in der Kaiserswerther Mutterhauskirche, Zeppenheimer Weg 14, finden jeweils dienstags, 12., 19., 26. März sowie am 2. und 9. April um 18 Uhr statt. 

„Die Welt der Frida Kahlo“

„In der Passionszeit tauchen wir ein in die Welt der Künstlerin Frida Kahlo“, sagt Pfarrerin Anja Valentin, die zu Passionsandachten am Mittwoch, 27. März sowie am 3. und 10. April in der evangelischen Bruderkirche, Johannes-Weyer-Straße 7, Bilk, einlädt.

Die mexikanische Malerin hat in ihrem Leben viel Leid erfahren und dies in ihren Bildern festgehalten. Ein Busunglück hatte schlagartig ihr Leben verändert als sie achtzehn Jahre alt war. Schwerste Brüche und Unterleibsverletzungen, viele Operationen und immer anhaltende Schmerzen ein Leben lang waren die Folge. Ihre Ehe zu dem Maler Diego Rivera, der Liebe ihres Lebens, ist einerseits von großer Leidenschaft und andererseits von tiefgreifenden Verletzungen geprägt. Um zu überleben, malt sich Kahlo in ihren detailgenauen, überwiegend kleinformatigen Selbstporträts die körperlichen und seelischen Verletzungen von der Seele.

„In den Passionsandachten nähern wir uns an in Meditation und Gebet, Musik und Stille“, sagt Valentin.

Beginn ist jeweils mittwochs um 19 Uhr.

Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Gedankenaustausch bei einer Tasse Tee. 

„Menschen unter dem Kreuz“

Unter der Überschrift „Menschen unter dem Kreuz“ lädt die Evangelische Friedens-Kirchengemeinde zu Passionsandachten am Montag, 15. April, Dienstag, 16. April, und Mittwoch, 17. April, jeweils um 18.30 Uhr in der Friedenskirche, Florastraße 55, Unterbilk, ein.