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Neue Quartiersmanagerin in Gerresheim

Mit dem Kleinbus durch den Stadtteil

Die Quartiersmanagerin der Diakonie in Gerresheim ist zu erreichen: E-Mail: mechthild.schmoelders@diakonie-duesseldorf.de, Mobil: 0174. 2 17 35 20 

Petra Wienß (links) und Mechthild Schmölders planen die Route für den neuen „Quartiers-Bus“. Foto: Diakonie Düsseldorf

Gerresheim (evdus). Wenn sie in Gerresheim einkaufen geht, kommt sie nicht weit. Mechthild Schmölders ist die neue Quartiersmanagerin für den Gerresheimer Süden, ihre Heimat, und dort bekannt „wie ein bunter Hund“.

Ab sofort ist sie Ansprechpartnerin für die Belange der vielfach hochaltrigen Seniorinnen und Senioren im Quartier der ehemaligen Glashütte und für die meist jungen, vor kurzem hierher gezogenen Familien im Neubaugebiet am Quellenbusch. Das Besondere: Die 60-Jährige wird zukünftig mit einem bunten Kleinbus an verschiedenen Orten in Gerresheim, zum Beispiel am Gerresheimer Bahnhof, Station machen mit dem Ziel, die Nachbarschaft kennenzulernen und zu vernetzen und -wo es nötig ist- Hilfe und Unterstützung bei Problemen im Alltag anzubieten. Im Bus vorhanden sind deshalb eine Kaffeemaschine, zwei Stühle, ein Klapptisch und ein Sonnenschirm. Und sollte doch einmal ein fester Raum gebraucht werden, laden die Evangelische Kirchengemeinde Gerresheim an der Gustav-Adolf-Kirche und die katholische Kirche St. Katharina zu sich ein.

Mechthild Schmölders will Nachbarschaftshilfe ankurbeln

Schmölders hat festgestellt: „Das Glashüttenviertel hat sich verändert. Viele Neubauten sind entstanden, und ältere Menschen reagieren auf Veränderungen oft mit Rückzug. Sie verlassen ihre Wohnungen kaum, Einsamkeit breitet sich aus“. Dem will sie entgegenwirken und Nachbarschaftshilfe ankurbeln, damit Ältere wieder am gesellschaftlichen Leben des Stadtteils teilnehmen. Ihr Vorteil: „Ich bin in Gerresheim gut vernetzt, kann auf viele unterstützenden Kontakte zurückgreifen.“, sagt Schmölders, die seit 2016 für einige Jahre in der katholische Kirche St. Margaretha die Flüchtlingsarbeit koordiniert hat.

„Tag der Nachbarschaft“ ende Mai geplant

Bei Schmölders stehen aber nicht nur ältere Menschen im Fokus. Ansteuern wird sie ebenso die Unterkünfte für Geflüchtete im Stadtteil und das Neubaugebiet am Quellenbusch. „Am Quellenbusch leben vor allem Familien, die neuzugezogenen sind. Eingebunden in den stressigen Familien-Alltag fehlt ihnen oft einfach die Zeit, sich ein soziales Netz aufzubauen. Dabei will ich helfen“, erklärt Schmölders. Die Gerresheimerin ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Für Ende Mai ist ein „Tag der Nachbarschaft“ geplant. Das Motto lautet „Hier wächst etwas zusammen“.

Im Einsatz ist Mechtild Schmölders aber schon jetzt. Derzeit unterstützen die Quartiersmanagerin und Petra Wienß, Leiterin des zentrum plus der Diakonie in Gerresheim, an die die Quartiersmanagerin angebunden ist, zum Beispiel ältere Menschen bei der Wahrnehmung ihrer Impftermine. „Denn damit sind viele im Moment einfach überfordert“, weiß Wienß. Hinzu komme, dass oft das Geld fehle, um zum Beispiel mit dem Taxi zum Impfzentrum zu fahren. Es gebe zwar verschiedene Möglichkeiten, sich das Geld fürs Taxi erstatten zu lassen oder einen Zuschuss zu bekommen. „Aber manchmal reicht es dann eben doch nicht.“ Hier kann die Diakonie einspringen. „Dank einer großzügigen Spende der Gerresheimer Jonges übernehmen wir dann die Differenz.“

Die Stelle der Quartiersmanagerin ist von der Stiftung Wohlfahrtspflege, der Diakonie Düsseldorf sowie zahlreichen Gerresheimer Vereinen und Institutionen finanziert und zunächst auf drei Jahre befristet. 

                                                                                                                   Autorinnen:  Ulrike Karpa und Anne Wolf