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„mutig – weiblich – unvergessen. Düsseldorfer Frauen in der Geschichte“

Ausstellung in der Mahn-und Gedenkstätte

Ausstellung vom 5. Februar bis 24. März, im Julo-Levi-Raum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 29, Düsseldorf, Öffnungszeiten: So, Di bis Fr: 11 bis 17 Uhr, Sa: 13 bis 17 Uhr. Montag geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Ausstellungseröffnung: Mo, 4. Februar, 19:00 Uhr

www.gedenk-dus.de

Mit Düsseldorfer Frauen beschäftigt sich eine Ausstellung im Kontext des Weltfrauentages. Foto: Mahn-und Gedenkstätte Düsseldorf 

Düsseldorf (evdus). Im Kontext des Weltfrauentages am 8. März sollen Frauen wie Ella Bial, Johanna Ey, Hulda Pankok oder die Geschwister Aufricht in den Fokus einer Ausstellung gestellt und ihre Lebensgeschichten erzählt werden. Die Kabinettschau ist eine Hommage an 16 mutige Frauen in schwierigen Zeiten.

„Zur ersten Wahl zum Rat der Stadt Düsseldorf schlugen die Genossen des Distriktes Freiheit mich als Kandidatin vor und als solche musste ich dann auf dem ersten zentralen Sommerfest der Partei im großen Garten der Waldwirtschaft die Gäste begrüßen und die Ansprache halten. Die Leute waren laut, riefen nach den Kellnern und klapperten mit Geschirr. Ich stand auf einem kleinen Mäuerchen und musste mich, klopfenden Herzens bei meiner ersten Rede durchsetzen. Meine Stimme war stark genug, ich setze mich durch und hatte das ‚Ohr der Menge‘.“

So erinnert sich Lotte Wicke an die „erste Stunde“ nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch in den Jahren zuvor hatte sie sich nicht gescheut, ihre Stimme zu erheben und Verantwortung zu übernehmen. Sie hatte sich im sozialdemokratischen Widerstand engagiert, Flugblätter und die Parteizeitung „Vorwärts“ verteilt.

Weitere Frauen, die sich mutig positionierten, waren unter anderem Cilly Helten, Lore Agnes oder auch Hilde Neyses. Für Hilde Neyses war es eine Selbstverständlichkeit, der jüdischen Bekannten Erna Etscheid Zuflucht zu gewähren, als sie im September 1944 vor der Tür stand und ein Versteck suchte. Dabei riskierte Hilde Neyses nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihres Mannes und der beiden Kinder.

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf gemeinsam mit dem Stadtarchiv Düsseldorf und dem Büro für Gleichstellung der Landeshauptstadt Düsseldorf.