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„Lass' uns Luther spielen“

Neues Brettspiel zum Reformationsjubiläum

Das Brettspiel „Luther – Das Spiel“ wurde von „Kosmos - Verlag“ herausgebracht und kostet zwischen 20 und 25 Euro.Einen Radiobeitrag zum Spiel finden Sie hier.

Für zwei bis vier Spieler ab zehn Jahre.


Stationen auf Luthers Weg. Foto: Hannah Kleiner

Luther in Brettspielform. Foto: Hannah Kleiner 

Einen Radiobeitrag dazu finden Sie hier

Düsseldorf (evdus). „Thomas, lass uns das Luther-Spiel spielen“, fordert Matthias seinen Schwiegervater auf. Auch noch heute bringt Martin Luther Menschen zusammen. In Form eines Brettspiels wie bei Matthias und Thomas oder in Form von Konzerten, Theaterstücken, Kunstaustellungen, Sammlungen und Gottesdiensten. Dieses Jahr feiert die Evangelische Kirche 500 Jahre Reformation.

Zu diesem Jubiläum ist das Brettspiel „Luther – Das Spiel“ rausgekommen. Das Spiel ist für zwei bis vier Spieler und für Kinder ab zehn Jahren geeignet.

Thomas ist einverstanden und das Spiel wird ausgepackt. Als erstes fallen die vielen Hefte, auf die sich im Spiel befinden. Im Laufe des Spiels zeigt sich, wofür sie gedacht sind.

Der Aufbau erweist sich als etwas schwierig. Es entstehen die ersten, bei einem Spiel, typischen Grabenkämpfe „Nein! Die Karte muss dahin!“ oder „Lass das! Du bist noch gar nicht dran!“, sind die Sätze, die in den ersten zehn Minuten, des Spiels am häufigsten fallen.

Aber nach ein wenig Zeit haben alle die Regeln verstanden und das Spielen fängt an Spaß zu machen.

Geschichte, die Spaß macht

Und es zeigt sich auch warum, es so viele verschiedene Hefte gibt. Auf dem Spielfeld sind die verschiedenen Stationen von Martin Luthers Leben aufgeführt. Mit „Wegzehrungskarten“ kommen die Spieler von Stadt zu Stadt, zum Beispiel von Erfurt über Eisleben nach Wittenberg. Dabei sind die Städte unterschiedlich weit voneinander entfernt und man benötigt verschiedene „Wegzehrungskarten“. Matthias fasst die „Wegzehrungskarten“ zusammen: „Dünnbier ist mehr wert als Brot und Käse“. Alle Städte sind Wegstationen von Luthers Leben und Wirken. Zu jeder der zwölf Wegstationen erfährt man aus einem Heft, was dort passiert ist. So erfährt man, dass Luther in Wittenberg seine 95 Thesen angeschlagen hat oder dass Luther in Mansfeld von 1490 bis 1497 zur Schule ging.

In einem weiteren Heft sind Informationen über die wichtigsten Weggefährten Luthers aufgeführt. So kann man lesen, dass Katharina von Bora Martin Luthers Frau war und welche Rolle Johann Tetzel in Luthers Leben spielte. Die Weggefährten kommen alle als Porträtfiguren in dem Spiel vor. Die Porträts müssen von den Spielern gesammelt werden. Am Ende des Spiels bekommt man für die verschiedenen Porträts unterschiedliche Punkte. Luther bringt die meisten Punkte. Gewonnen hat am Ende der Spieler mit der höchsten Punktzahl. 

„Warum steht auf der Spielkarte Lückenbüßer?“

Warum steht auf der Spielkarte Lückenbüßer?“, fragt Matthias in die Runde. Thomas liest aus der Spielanleitung vor, es sei ein Wort, das Martin Luther bei seiner Bibelübersetzung erfunden habe. Man taucht immer mehr in das Leben von Martin Luther ein. Es ist interessant und macht mehr Spaß je besser man das Spiel versteht.

Am Ende des Abends sind sich aber alle einig: „Es hat Spaß gemacht. Wir werden es bestimmt öfter spielen.“.

Auf unserer Seite Hören & Sehen finden Sie einen Hörbeitrag über das Luther-Spiel

hak