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Hirschhausens Check-up: Gedreht bei der Diakonie in Gerresheim

Sendung über gelingendes Altern wird am 12. Juni im Ersten ausgestrahlt

Hirschhausens Chek-up - drei Folgen am 12., 19. und 26. Juni, jeweils um 20.15 Uhr im Fernsehen bei der ARD

Gerresheim (did). Was bedeutet es, alt zu werden – für unseren Körper und unseren Geist? Inwiefern stimmen unsere Vorstellungen vom Altern mit der Wirklichkeit überein? Und was kann uns dabei helfen, möglichst gut zu altern? Für die Sendung „Hirschhausens Check-up – wie gutes Altern gelingt“ hat Dr. Eckart von Hirschhausen gängige Altersbilder überprüft und ist dafür drei Tage ins Ferdinand-Heye-Haus eingezogen, ein Pflegeheim der Diakonie in Düsseldorf-Gerresheim. Am Montag, 12. Juni, wird die Sendung im Ersten ausgestrahlt.

Hirschhausen hat bei den Dreharbeiten mit den Bewohnerinnen gesprochen und gegessen, mit ihnen Tischtennis gespielt, getanzt, Musik mit ihnen gehört und war überrascht wie viel Leben auch im Alltag eines Pflegeheims steckt. „Wie fühlt es sich an, unter Menschen zu sein, die sich nicht mehr an Vieles erinnern können? In meiner Arztausbildung vor 25 Jahren habe ich noch gelernt, Alter und den Tod als bösen Feind zu betrachten. Was für ein Quatsch. Denn dass heute mehr Menschen mit Alzheimer in Deutschland leben, ist, salopp gesagt, ein gutes Zeichen. Es bedeutet: Man ist nicht an etwas Anderem vorher schon gestorben. Dieses Jahr werde ich 50. Und nur mit sehr viel Optimismus kann ich das als Halbzeit bezeichnen. Wovor habe ich Angst, wovor haben wir alle Angst, wenn wir an Alzheimer denken? Wer Höhenangst hat, geht am besten Schritt für Schritt auf Türme. Wer Spinnen fürchtet, tastet sich an Gummispinnen heran. Und wer Angst vor dem Alter hat, übernachtet am besten einfach mal dort, wo die Matratzen Gummiüberzüge haben.“

Natürlich erlebte der Moderator auch die Schattenseiten des Alterns: die abnehmende Beweglichkeit, Krankheiten, Demenz in verschiedenen Stufen. Wichtig sei, dass alles Mögliche getan werde, um die Menschen so lange wie möglich fit zu halten. Und das eben nicht in erster Linie mit Medikamenten. Der Moderator und Mediziner selbst hat das Projekt „Music and Memory“ ins Ferdinand-Heye-Haus mitgebracht, das darauf setzt, den Menschen mit Demenz persönlich zugeschnittene Musik aus ihrer Jugend zugänglich zu machen. Die Heilkraft der Musik sei noch völlig unterschätzt, betont Hirschhausen. Und so ist das Ferdinand-Heye-Haus jetzt das erste in Deutschland, das für das Projekt zertifiziert ist.

Einen anderen Blick auf das Altern zu erreichen, das war das erklärte Ziel der Produzenten des Films und von Eckart von Hirschhausen selbst. Bei ihm jedenfalls sei ganz viel passiert, sagte er. „Ich habe viele Alte getroffen, die mir die Angst genommen haben. Solange es so herzliche Menschen gibt, die sich kümmern wie in Gerresheim.“