0800 081 82 831

Für einen Abschied mit Würde von der Bühne des Lebens

Wilfried Schulz ist neuer Verbündeter des Hospizes am EVK

Hospizleitung: Barbara Krug, Telefon: 0211/919 - 4900, Mail: info@hospiz-evk.de, Hospiz am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf,  Kirchfeldstraße 35 | 40217 Düsseldorf

Wilfried Schulz, Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, ist neuer Verbündeter des Hospizes am EVK. Foto: Schauspielhaus Düsseldorf.  

Düsseldorf (evdus). Das Hospiz am Evangelischen Krankenhaus (EVK)  hat einen neuen Verbündeten: Wilfried Schulz (68), Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses. Unter dem Motto „Für einen Abschied mit Würde von der Bühne des Lebens“ unterstützt er ein Jahr lang die Arbeit des Hospizes in der Kirchfeldstraße. Wilfried Schulz: „Ich habe sehr gerne zugesagt, weil für mich Empathie und Zugewandtheit zum Leben auf die Bühne und jenseits der Bühne gehören.“

Herzstück seiner Aktionen als Verbündeter des Hospizes ist ein reger Austausch von Hospiz und Theater – soweit dies bis November 2021 möglich ist. Wilfried Schulz möchte das Theater ins Hospiz bringen. Seine ersten Pläne jedoch hat er umwerfen müssen: Das Angebot, auch die Hauptamtlichen des Hospizes am 27. November zur Aufführung von GOTT im Beisein von Ferdinand Schirach ins Schauspielhaus einzuladen, ist wegen der neuen Regeln erst einmal ins Wasser gefallen. Sobald das Theater wieder öffnen darf, soll dies nachgeholt werden. Im Januar, so der Plan, wird der Neujahrsempfang der Ehrenamtlichen im Theater gefeiert: mit einem Besuch von Alice, dem Musiktheater nach Lewis Carroll.

Barbara Krug, die das Hospiz am EVK leitet, freut sich über den neuen Verbündeten: „Wilfried Schulz und mit ihm das Düsseldorfer Schauspielhaus bringen Farbe, Vielfalt und Zuversicht mit, die wir diese Jahr mehr denn je brauchen! Mit ihm haben wir einen Verbündeten an unserer Seite, der auf sehr feine und künstlerische Art für uns da ist. Ich freue mich sehr darüber, dass er sich für die Themen Tod und Sterben in Düsseldorf stark macht!“ Durch die Pandemie ist die Begleitung von Todkranken und Sterbenden sowie die Betreuung von Familien und Freunden komplizierter geworden. Statt offener Türen, soviel Nähe wie möglich und Besuchszeiten rund um die Uhr gelten auch hier Hygienekonzepte und AHA-Regeln – zum Schutz der Patienten, ihrer Angehörigen und des Hospizteams.

2005 hat das Hospiz am EVK die Kampagne „Verbündete“ mit dem Ziel begonnen, der Hospizidee sowie den Themen Sterben und Tod ein öffentliches Forum zu bieten. Wilfried Schulz übernimmt das Ehrenamt als Nachfolger von Oscar Bruch. Seit 15 Jahren gibt es die einjährige Schirmherrschaft, seitdem haben sich Nemo, Hildegard Müller, Josef Hinkel, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Anne-José Paulsen, Albrecht Woeste, Gertrud Schnitzler-Ungermann, Heinz-Richard Heinemann, Dr. Marion Ackermann, Alarik Graf Wachtmeister, Dr. Miriam Meckel, Christian Ehring, die Düsseldorfer Symphoniker sowie Oscar Bruch jeweils auf individuelle Art für das Düsseldorfer Hospiz an der Kirchfeldstraße engagiert.

Das Hospiz am EVK wurde 1994 gegründet. Barbara Krug ist gemeinsam mit ihrem Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen für die stationäre Einrichtung mit 13 Betten und für den ambulanten Hospizdienst verantwortlich. Es gehört zum Palliativnetzwerk für schwerstkranke und sterbende Menschen der Stiftung Evangelisches Krankenhaus. Zudem gehören u.a. eine Palliativstation im EVK, das Palliative Care Team (PCT) Düsseldorf, aber auch das Düsseldorfer Palliativberatungstelefon unter der Nummer 0211/ 9 19 19 19 dazu. Rund 70 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen aktiv die Arbeit des Hospizes.