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„Feiern, danken, wünschen, träumen“

Reformationsfest 2017 in der Tonhalle

Fotos zum Reformationsfest von Sergej Lepke

Weitere Bilder des Reformationsfestes in der Tonhalle finden Sie in unserer Rubrik "Hören & Sehen"

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Düsseldorf (evdus). Zum 500. Jubiläum der Reformation hatte der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf am 31. Oktober unter dem Motto „feiern, danken, wünschen, träumen“ in die Tonhalle eingeladen. Im bis auf den letzten Platz besetzten „Festsaal unserer Stadt“- wie Superintendentin Henrike Tetz die Tonhalle in ihrer Ansprache nannte - präsentierten rund 400 Sängerinnen und Sänger aus 13 Chören und Kantoreien der evangelischen Kirchengemeinden in der Landeshauptstadt Johann Sebastian Bachs Kirchenkantate „Gott der Herr ist Sonn‘ und Schild“. Eine klanggewaltige Darbietung mit Solisten und Orchester. 

„Zu jeder Zeit in unserem Leben ist Gottes Segen uns nahe“

„Martin Luther entdeckte bei seinem Bibelstudium neu, dass wir jederzeit und überall aus der freien Zuwendung Gottes leben dürfen. Später wurde dies die Reformatorische Entdeckung genannt, die den Anstoß für eine neue Sicht auf die Beziehung von Gott und Menschen gab“, sagte Henrike Tetz, die in ihrer Ansprache in der Tonhalle - inspiriert von der himmelsähnlichen Kuppel - das Bild von Jakob und seinem Traum von der Himmelleiter entfaltete als einer verlässlichen, immerwährenden Verbindung zwischen Gott zu den Menschen. „An jedem Ort in unserer Welt, zu jeder Zeit in unserem Leben ist Gottes Segen uns nahe. Das ist die Botschaft der Reformatorinnen und Reformatoren“, sagte die Superintendentin.


Zu den geladenen Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft der Stadt Düsseldorf zählte auch Oberbürgermeister Thomas Geisel, der evangelisch ist und Presbyter in der Evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte. „Kirchen sind nicht allein Privatsache, sie halten die Gesellschaft zusammen“, sagte er und befürwortete die Einführung eines bundesweiten Reformationsfeiertages.

„Ich bin vergnügt, erlöst befreit“

Natürlich durfte auch beim Jubiläumsfest die „evangelische Nationalhymne“, Luthers Lied „Ein feste Burg“ am Reformationstag, vom Chor und dem Publikum gesungen, nicht fehlen. Das Preludio aus dem „Salut für Dr. Martinus“ von Oskar Gottlieb Blarr bot mit seinen vielfältigen Geräuschen aus der Natur ein ungewöhnliches Klangerlebnis. Der 82-jährige Blarr, ehemaliger Kirchenmusiker der Düsseldorfer Neanderkirche, komponierte auch den eigens für das Reformationsfest in Auftrag gegebene Kyrie-Gesang. Er wurde im Wechsel mit den Fürbitten gesungen.

Neben klassischen Werken von Heinrich Schütz und Felix Mendelssohn Bartholdy stand auch ein Jazz-Pop-Psalmkantate „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“ von Matthias Nagel nach einem Text von Hanns Dieter Hüsch auf dem Programm und bot eine moderne Klangfarbe.

Lied für Düsseldorf

Höhepunkt des festlichen Abends zur Reformation in der Tonhalle war die Uraufführung mit Orchester des „Liedes für Düsseldorf“ von Wolfgang Abendroth und Dirk Holthaus. Publikum und Chöre schmetterten laut „Biblisch fromm und rheinisch locker leben wir in unserer Stadt. Glauben fest, das dereinst Luther uns den Mut gegeben hat“. Durch den Abend führte der Moderator Matthias Bongard.

Mit begeistertem Applaus ging das Reformationsfest in der Düsseldorfer Tonhalle zu Ende.

Von Ulrike Paas.

Priester Boulus Shehata (koptische Gemeinde), Pater Elias (Domiminikaner), Monsignore Ulrich Hennes (katholische Kirche) waren Gäste beim Empfang zum Reformationsfest 2017 (von lnks) Superintendentin Henrike Tetz (neben Hennes) begrüßte die Gäaste. Alle Fotos: Sergej Lepke
Diakoniepfarrer Throsten Nolting (Mitte) und Frau sowie (ganz links) OB Thomas Geisel unter der Gästeschar.
Pater Elias (Dominikaner) und Bürgermeisterin Claudia Zepuntke. Foto Sergej Lepke