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„Es hat  hier alles seinen Raum“

Café im Foyer in der Johanneskirche öffnet im Oktober wieder ab 12 Uhr mittags

Hier geht's zum Café der Johanneskirche: www.cafeimfoyer.de

Barbara Wengler leitet das JohanneskirchenCafé. Foto: Sergej Lepke 

Stadtmitte (evdus). Das Café im Foyer der Düsseldorfer Johanneskirche ist ein besonderer Ort. Es öffnet ab Freitag, 1. Oktober, nun wieder länger seine Türen, nachdem es - wie das gesamte Gaststättengewerbe - die Folgen der Corona-Krise zu spüren bekam. 

Seit Juni hat das Café im Foyer nachmittags wieder geöffnet. Da in der Innenstadt das Leben wieder einkehrt, verlängert das Café ab Oktober seine Öffnungszeit und bietet ab 12 Uhr zur Mittagszeit frisch belegte Brötchen an. Auch fair gehandelte Kaffee- und Teespezialitäten aus biologischem Anbau, Kaltgetränke und Kuchen sind nach wie vor bis 18 Uhr im Angebot. Im Foyer gilt aktuell die 3-G Regel: geimpft, genesen, getestet. Auf der Terrasse des Cafés darf man auch ohne Impfnachweis oder negativen Testnachweis Platz nehmen.

Begegnungsort Citykirche

Im JohanneskirchenCafé mitten in der Düsseldorfer City findet jede:r einen Platz. Zum Beispiel Geflüchtete aus dem Iran, die jetzt in Düsseldorf leben, Tourist:innen aus den Niederlanden und aus Belgien, der gutverdienene Büroleiter, der in der Nähe arbeitet ebenso wie Wohnungslose, die eine Gelegenheit suchen, um sich aufzuwärmen. „Es ist eine Besonderheit, dass so viele Gruppen und Schichten der Gesellschaft dasselbe Café aufsuchen“, sagt Babara Wengler, Leiterin des Cafés der Johanneskirche und verantwortlich für die Kultur-und Öffentlichkeitsarbeit in der Citykirche. Aber, bei genauerer Betrachtung ist das auch kein Zufall.

Ein barrierefreier Seiteneingang ermöglicht den Zugang für alle. Der große, helle und modern eingerichtete Raum, lädt dazu ein, sich niederzulassen. Kinderwagen, Rolatoren und Rollstühle haben genug Platz, um sich im Café zwischen der Theke und den Tischen ohne Probleme zu bewegen.

Kulturelles Leben in der Johanneskirche

„Es hat alles hier seinen Raum“, betont die Leiterin des Cafés. Gespräche über Sorgen und Nöte, das ruhige Zeitunglesen eines Gastes, das Treffen einer Familie oder von Freund:innen. Durch einen ausreichend großen Abstand der Tische ist die Privatssphäre stets gewahrt. „Man hat nicht das Gefühl, man sitzt irgendwie mitten auf der Bühne und alle hören einem zu“, sagt Barbara Wengler.

Eine weitere Besonderheit ist die Kombination aus Kirche und Café. Manche Menschen möchten sich die Kirche anschauen und rechnen nicht mit einem Café in der Kirche. So entdecken vor allem Tourist:innen eher zufällig das Café.

Die Johanneskirche hat auch ein kulturelles Angebot So kann man zum Beispiel jeden Mittwoch um 12.30 Uhr ein halbstündiges Lunchtime- Orgelkonzert genießen und vorher oder nachher im Café im Foyer vorbeischauen.

Das Bindeglied von all dem sind die 40 ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die mit großem Engagement den Betrieb des Cafés ermöglichen. 

„Was wir mit dem Caféteam auch regelmäßig machen, sind Besuche bei Einrichtungen wie zum Beispiel der Bahnhofsmission oder Einrichtungen der Diakonie, so dass die Ehrenamtlichen auf dem Laufenden sind, was es in nächster Nähe für Hilfsangebote gibt. So können wir die Gäste bei Bedarf an die entsprechenden Hilfseinrichtungen vermitteln“, sagt Barbara Wengler. An diesem Ort hat eben alles seinen Raum. 

                                                                                                                                                                    Autor:  Moritz Ufer