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Düsseldorfer Symphoniker sind neue Verbündete des Hospizes am Evangelischen Krankenhaus

2019 wird das Hospiz am EVK 25 Jahre alt

Hospiz am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf, Kirchfeldstraße 35, Düsseldorf-Bilk, Telefon 0211/919 - 4901, www.evk-duesseldorf.de

von links: Ruth Legelli, Michael Becker, Michael Flock-Reisinger und Dr. Susanne Hirsmüller. Foto: Julius Eckardt

Bilk (evdus). Für ihr Jubiläumsjahr 2019 zum 25-jährigen Bestehen des Hospizes am Evangelischen Krankenhaus (EVK) ist es Hospiz-Leiterin Dr. Susanne Hirsmüller gelungen, die Düsseldorfer Symphoniker (Düüys) als Verbündete zu gewinnen.

Damit lösen sie den Kabarettisten Christian Ehring in diesem Ehrenamt ab. Unter dem Motto „Getragen durch Musik“ engagieren sich die Düüys, das Konzertorchester mit 121 Musikerinnen und Musikern der Landeshauptstadt, und ihr Intendant Michael Becker für ein Jahr mit verschiedenen Aktionen für die Arbeit des Hospizes.

„Wir Musiker gehen mit einem anderen Blick an die Themen ‚Leben und Tod‘. Zu unserer Arbeit gehört die Beschäftigung mit existentiellen Situationen des Lebens“, sagt Becker.

„Getragen durch Musik“

„Musik kann das Unaussprechliche leichter ausdrücken - ganz ohne Worte. Wir können Trauer und Schmerz mit Tönen hörbar machen“, ergänz Ruth Legelli, die Querflöte bei den Düüys spielt.

Die Unterstützung der Düsseldorfer Symphoniker startet mit einem Konzert „Bernstein Mass“ am 10. Dezember in der Tonhalle. Außerdem haben die neuen Verbündeten geplant, 2019 die haupt-und ehrenamtlich Mitarbeitenden des Hospizes einmal zu einer Orchesterprobe in der Tonhalle einzuladen. Eine weitere Idee ist, mit einem kleinen Ensemble das Hospiz an der Kirchfeldstraße zu besuchen und dort für  schwerstkranke Menschen zu spielen.

„Die Hospizarbeit erfahrbarer machen“

Hirsmüller hat sich für das Jubiläumsjahr 2019 vorgenommen, die Hospizarbeit für die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer erfahrbarer zu machen. Sie möchte Interessierte zu Besichtigungen ins Hospiz einladen und mit einem seit fünf Jahren regelmäßig angebotenen kostenfreien Kurs „Letzte Hilfe“ Basiswissen rund ums Sterben vermitteln. „Denn das Thema ‚Sterben und Tod‘ wird gesellschaftlich meist weit weg geschoben und Viele haben eine Scheu, sich damit zu beschäftigen“, sagt sie.

Unterstützung für die Hospizarbeit notwendig

Das Hospiz braucht Unterstützung auf drei Ebenen: Die ideelle Unterstützung besteht darin, anderen von der Hospizarbeit in Düsseldorf zu erzählen, so dass dieses Angebot für Schwerstkranke und Sterbende bekannter wird. Die ehrenamtliche Unterstützung in Form von Zeit schenken für die Betroffenen ist unerlässlich und ebenso die finanzielle Unterstützung, da diese wichtige Arbeit für Menschen in ihrer letzten Lebensphase nur zum Teil bezahlt wird.

Das Hospiz am EVK wurde 1994 gegründet. Seit 2006 ist Dr. Susanne Hirsmüller für das stationäre Hospiz am EVK mit 13 Betten verantwortlich. Die Stiftung Evangelisches Krankenhaus bietet ein Palliativnetzwerk für schwerstkranke Menschen an. Dazu gehören eine Palliativstation im EVK, der ambulante ehrenamtliche Hospizdienst, das Palliative Care Team (PCT), aber auch das Palliative Beratungstelefon 0211/919 - 9 19 19 19. Rund 55 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen aktiv die Arbeit des Hospizes.

Ulrike Paas