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Düsseldorfer Erklärung gegen Rassismus und Fundamentalismus

„Respekt und Mut“ bezieht klare Haltung

Volker Neupert hat die Düsseldorfer  Erklärung vorgestellt. Foto: Ulrich Erker-Sonnabend

Die ganze „Düsseldorfer Erklärung“ ist auf der Internetseite www.respekt-und-mut.de zu finden.

Düsseldorf (did). „Angesichts der Welle von Populismus, die ganz Europa erfasst hat, müssen wir noch stärker Haltung beziehen“, sagte Volker Neupert, Koordinator des Netzwerkes „Respekt und Mut“, hinter dem in Düsseldorf mehr als 60 Einrichtungen, Organisationen und Verbände wie die Evangelische Kirche, die Diakonie, die Düsseldorfer Jonges, die IG Metall, die Rheinbahn AG, Fortuna Düsseldorf oder die Jüdische Gemeinde stehen.

Die „Düsseldorfer Erklärung“ wirbt für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen und Kulturen. „Wenn Menschen Respekt voreinander haben, dann können sie zusammen viel erreichen. Egal woher sie kommen, wie sie aussehen und woran sie glauben“, heißt es in der Erklärung, die es auch in einer Version in leichter Sprache gibt, damit möglichst viele Menschen sie verstehen können.

Die Erklärung bezieht gleichermaßen Stellung gegen Rechtsextremismus, religiösen Fundamentalismus und Antisemitismus. „Und das eine darf nicht gegen das andere ausgespielt werden“, betont Volker Neupert. „Wir müssen mehr denn je klar machen, dass alle Bewegungen gefährlich sind, die die Ausgrenzung anderer zum Ziel haben.“

„Respekt und Mut“ wurde 2001 als Reaktion auf einen Neonaziaufmarsch in Düsseldorf gegründet. Das gemeinsame Programm versammelt derzeit jährlich rund 80 Veranstaltungen, Begegnungen und Projekte und zeigt damit eindrucksvoll, dass die interkulturelle Verständigung in der Landeshauptstadt ganz selbstverständlich täglich gelebt wird. Der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf gehört zu den Gründungsmitgliedern.