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Düsseldorf Festival! startet im September

Musik, Tanz, Theater und Neuer Zirkus

Festival-Programm unter: www.duesseldorf-festival.de  Ticket-Hotline-Nummer: 0211. 82 82 66 22 und unter westticket.de sowie bis zum 3. September im Festival-Büro, Bolkerstraße 14-16.

Das junge britische  a-cappella-Ensemble VOCES8 tritt im Rahmen des Düsseldorf Festivals! in der Johanneskirche auf. Foto: Kaupo Kikkas

Düsseldorf (evdus). Endlich wieder ein kulturelles Highlight in der Landeshauptstadt. Vom 8. September bis 27. September bietet die 31. Ausgabe des Düsseldorf Festival! ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz, Theater und Neuem Zirkus in Düsseldorf. Unter den Glanzlichtern des Programms finden sich drei Deutschlandpremieren, eine Uraufführung und eine NRW-Premiere. Auch evangelische Kirchengemeinden sind mit Veranstaltungen und Spielstätten vertreten.

Hier einige Beispiele:

Elise im Mondschein – ein Beethoven-Special

Seine Hörabende beim Düsseldorf Festival! sind längst Kult: Wolfgang Goertz, Musikredakteur der Rheinischen Post, versteht es, musikalische Ein- und Ausblicke mit Leichtigkeit und Witz zu servieren. Am 11. und 13. September heißt sein Programm „Elise im Mondschein – ein Beethoven-Special“ in der evangelischen Neanderkirche in der Altstadt. Es verspricht legändere und vergessene Aufnahmen mit Ausflügen in den Jazz und in die Rockmusik.

Lamento – Martin Klett und Ensemble

Eine NRW-Premiere findet am 16. September in der Neanderkirche statt. Der Pianist Martin Klett stellt in seinem Konzertprojekt „Lamento“ Johann Sebastian Bachs Klavierkonzerte Tango-Musiken der Pianisten Horacio Salgán und Osvaldo Pugliese gegenüber und zeigt, wie sehr von einer tänzerisch inspirierten Spielweise sowohl Bachs Klavierkonzerte als auch die leidenschaftliche Tangomusik profitieren.

Britisches a-cappella-Ensemble in der Johanneskirche

„After Silence“ heißt ein Abend mit dem jungen, britischen Ensemble VOCES8, das sich 2003 aus ehemaligen Chorist:innen der ehrwürdigen Westminster Abbey formierte. Nach Düsseldorf kommt das Oktett am 18. September mit sakralen Werken von Thomas Tallis bis Igor Strawinsky.

Spielort ist die evangelische Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, Stadtmitte.

Dem Himmel so nah – Ensemble provocale düsseldorf

Unter dem poetischen Motto „dem Himmel so nah“ spannt das ensemble provocale düsseldorf unter der Leitung von Sebastian Voges, dem ehemaligen Kantor der Evangelischen Luther-Kirchengemeinde, einen weiten Bogen von frühbarocker Trauermusik über zeitgenössische geistliche Musik und eine folkloristisch angehauchte Naturidylle der Spätromantik bis hin zu Astor Piazzollas Tango-Melancholie am 19. September in der Johanneskirche. Neben Henry Purcells für die Trauerfeier der Königin Maria II von England komponierten „Funeral Music“ erklingen Sebastian Voges’ „Magnificat“, Ralph Vaughan Williams „Songs of Travel“, Edward Elgars „From the Bavarian Highlands und Klavierwerke zu vier Händen von Astor Piazzolla.

Im Process – Theaterkollektiv Pière.Vers in der Bergerkirche

Die Produktion „IM PROCESS – Ein performativer Akt zu Majdanek III“ des Theaterkollektivs Pièrre.Vers taucht tief in den Prozess gegen ehemalige Angehörige der SS-Wachmannschaften des KZ Majdanek ein, der 1975 vor dem Düsseldorfer Landgericht begann und zu den längsten und aufwändigsten Verfahren der deutschen Justizgeschichte gehörte. Das Ensemble zeigt eindrücklich in die Gerichtsverhandlungen und schafft es, dem Erinnern eine Bühne und den Überlebenden von Majdanek eine Stimme zu geben.

Aufgeführt wird das Stück am 20. September, sowie vom 22. bis 26. September jeden Abend im Rahmen des Düsseldorf Festivals! in der Bergerkirche, Berger Straße 18 b, Altstadt.

Uraufführung: „O ihr Menschen“

Nach der coronabedingten Absage der Uraufführung der Musiktheaterproduktion „O ihr Menschen“ im letzten Jahr ist das Werk am 5., 6. und 7. November in der Johanneskirche zu erleben.

Das bewegte Leben Ludwig van Beethovens, dem Jubilar des Jahres 2020, war geprägt von Krisen, von denen das berühmte „Heiligenstädter Testament“ Zeugnis ablegt, in dem er sich verzweifelt gegen die ihm drohende Taubheit auflehnt. Beethoven trotze seinem Schicksal mit rastloser Kreativität. Dieser exemplarische Weg von der Verzweiflung zur Hoffnung war Inspiration und roter Faden für das Libretto der Schauspielerin Maria Hartmann und die Komposition von Johannes-Kantor Wolfgang Abendroth. Vier Solisten, großer Chor, Kinderchor und die Jugendkompanie des Tanzhaus NRW, inszeniert von Nicola Glück, und musikalisch geleitet von Wolfgang Abendroth sowie einer Videoszenografie kreisen um das Genie Beethoven und sein universell gültiges Lebensthema.