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„Die Stille nach der Katastrophe“

Pulitzer-Preisträger Daniel Etter porträtiert Kinder in Syrien

Die Ausstellung ist vom 10. Oktober bis 24. November immer dienstags bis samstags von jeweils 10 Uhr bis 18 Uhr sowie nach dem Sonntagsgottesdienst geöffnet. www.johanneskirche.org

Ein Bild aus der Ausstellung „Die Stille nach der Katastrophe“. Foto: Daniel Etter

Stadtmitte (evdus). Das Schicksal der Kinder in Syrien macht sprachlos und verdient Aufmerksamkeit. Fotograf und Pulitzer-Preisträger Daniel Etter hat Kinder porträtiert, die der Krieg grausam getroffen hat. Seine Fotos zeigen Mädchen und Jungen in einem geschützten Moment, in dem sie ganz bei sich sind. Ihre Mimik und Gesten erzählen mehr als Worte. Jedes Gesicht steht für eine individuelle Geschichte und gleichzeitig für eine ganze Generation von Kindern, die Unvorstellbares erleiden musste. Die Fotos sind in einer Ausstellung im Café der Johanneskirche zu sehen.

Gemeinsam mit Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer, hat Daniel Etter Einrichtungen im Großraum Damaskus besucht, in denen traumatisierte Kinder und Kriegswaisen ein neues Zuhause gefunden haben. Die Bilder werden erstmalig in NRW in der Ausstellung „Die Stille nach der Katastrophe“ präsentiert. Sie wurde von Leica Fotografie International (LFI) und den SOS-Kinderdörfern weltweit entwickelt.

Daniel Etter berichtet als Fotograf und Reporter regelmäßig aus den Krisenregionen dieser Welt. Im Jahr 2016 hat er für eines seiner Fotos den Pulitzer-Preis erhalten. 2017 war Etter mit einer Leica M in Einrichtungen der SOS-Kinderdörfer im Großraum von Damaskus unterwegs, um zu veranschaulichen, wie es Mädchen und Jungen geht, die ihre Mütter, Väter oder Geschwister verloren haben. „Diese Kinder sind innerlich so sehr verwundet, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass sie je ein normales Leben führen können“, sagt Daniel Etter.