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„Die Ruine“

Ausstellungseröffnung in der Johanneskirche

Die Ausstellung „Die Ruine“ von Irena Paskali wird am 28. Februar, um 20 Uhr in der Johanneskirche eröffnet und ist bis zum 22. März von dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags zu den Gottesdienstzeiten zu sehen.

Irena Paskali stellt in der Johanneskirche ihre Bilder zu einer jüdischen Gemeinschaft in Marroko aus, die das Land verlassen musste, als 1948 das Land Israel gegründet wurde. Foto: Irena Paskali
Ein weiteres Foto der Ausstellung „Die Ruine“ in der Johanneskirche. Foto: Irena Paskali
Auch Zeichnungen und eine Videoinstallation von Irena Paskali sind in der Ausstellung zu sehen. Foto: Irena Paskali

    Stadtmitte (evdus) „Die Ruine“ heißt eine Ausstellung von Irena Paskali mit Fotos, Zeichnungen und einer Videoinstallation eines verlassenen Ortes in Marokko. Die jüdische Bevölkerung musste aus dem islamischen Land fliehen, als der Staat Israel 1948 gegründet wurde.

    Die Ausstellung wird am Freitag, 28. Februar, um 20 Uhr in der evangelischen Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, eröffnet. Vorher, um 19 Uhr, wird das Ausstellungsthema in einem Choral Evensong, einem musikalischen Gottesdienst nach anglikanischer Tradition, aufgegriffen.

    Irena Paskali wuchs in Skopje, Mazedonien, auf und studierte an der dortigen Akademie der bildenden Künste. Später wechselte sie an die Kunsthochschule für Medien Köln, wo sie ihr postgraduales Studium abschloss.

    Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen der Mensch und seine Identität in der Gesellschaft. Die Werke sind durch einen sozio-politischen Hintergrund motiviert: Konflikte, Zerrissenheit der Kulturen und Religionen, Verfremdung. Themen, die sie in ihrer Heimat hautnah erlebte und die sie weiter begleiten. Den Orten, Themen und Menschen nähert sie sich dabei wertfrei in einer erzählenden Rolle.

    Das Projekt „Die Ruine“ entstand in Sefrou, Marokko, während eines Artist in Residence Programms. Es kombiniert Zeichnungen, Fotografie und eine Videoinstallation.

    In der Altstadt von Sefrou im Norden Marokkos lebte bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine der größten und ältesten jüdischen Gemeinschaften Marokkos, die bis ins 9. Jahrhundert zurück belegt ist. Durch Flucht und Vertreibung anlässlich der israelischen Staatsgründung verlassen, nagte an den historischen Gebäuden der Zahn der Zeit. Diese stummen Zeitzeugen sind heute Kulisse eines Alltags. Menschen haben hier ihre Orte der Begegnung, leben ein einfaches Leben. In unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen nähert sich Irena Paskali diesem Ort, interpretiert seine Seele und inspiriert zu Lebendigkeit.