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Der Umbau am Florence-Nightingale-Krankenhaus ist zu Ende

Minister Laumann besucht neue Geburtshilfe und Kinderintensivstation

v.l.n.r.: Pflegerische Abteilungsleiterin der Klinik für Geburtshilfe Patricia Meckenstock im Gespräch mit Stefanie Naffin, die am 30. Juli die kleine Josie im Florence-Nightingale-Krankenhaus entbunden hat. Foto: Bettina Engel-Albustin

Kaiserswerth (kwd). 80 Millionen Euro hat die Kaiserswerther Diakonie in den letzten zehn Jahren in die umfassende Modernisierung mit Neubauten am Florence-Nightingale-Krankenhaus investiert. Nun ist der zweite Bauabschnitt des insgesamt mehr als 46 Millionen Euro teuren Bauprojektes „Neuer Funktionstrakt“ fertiggestellt. Zuletzt sind die Chefarztambulanzen auf Ebene eins sowie die neue Eingangshalle mit Bistro, Patientenbücherei, Konferenzraum und anderen Dienstleistungen in Betrieb gegangen. Damit bietet die Kaiserswerther Diakonie als modernstes Krankenhaus der Landeshauptstadt nun noch mehr Möglichkeiten, Patienten in Düsseldorf und der Region zu versorgen. Die neue räumliche Anordnung der Klinikbereiche gewährleistet kurze Wege und effiziente Abläufe. 

Wie das konkret aussieht, darüber hat der Vorstand der Kaiserwerther Diakonie gemeinsam mit Chefärzten des Krankenhauses sowie dem Vorsitzendenden des Gesundheitsausschusses der Stadt Düsseldorf nun den NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im Rahmen eines Rundgangs über Kinderintensivstation und Geburtshilfe informiert.

Wand-an-Wand-Lösung spart im Notfall Zeit

Direkt neben den sechs Kreißsälen auf der zweiten Ebene des Florence-Nightingale-Krankenhauses liegt auf 800 Quadratmetern die farbenfroh gestaltete, großzügige Kinderintensivstation. Die neue Station bietet fast dreimal so viel Platz wie die vorherige. Sie ist ein wichtiges Herzstück des Krankenhauses, in dem in Düsseldorf jährlich über 2.500 Babys das Licht der Welt erblicken. Wand an Wand zum Kreißsaal auf gleichere Ebene mit der Abteilung für Geburtshilfe und der Wochenbettstation ist die Kinderintensivstation verortet. „Wir haben Betten für bis zu 30 Früh- und Neugeborene und versorgen Frühgeborene ab der 23. Schwangerschaftswoche“, erklärt Dr. Martin Andree Berghäuser. Der Chefarzt der Klinik für Kinderheilkunde benennt die direkte Nachbarschaft zu dem Kreißsaal, der Pränatalmedizin und der Wöchnerinnenstation als herausragend: „Die Wand-an-Wand-Lösung im Florence-Nightingale-Krankenhaus spart bei Notfällen kostbare Zeit. Kreißsaal und Kinderintensivstation trennen nur eine Tür. In maximal 30 Sekunden sind wir vor Ort. Diese kurzen Wege sind bei unvorhergesehenen Notfällen aber auch beim Transport kritisch kranker Patienten unbezahlbar.“ Zusätzlich sichert die Klinik für Kinderchirurgie mittels einer 24-Stunden-Präsenz die operative Versorgung der Patienten.

Unterschiedliche Farben kennzeichnen auf der neuen Kinderintensivstation die Bereiche: den Intensivbereich, den IntermediateCare (Überwachungs-) Bereich, der Eltern-Kind-Bereich und die Personalräume. Im Eingangsbereich hängt ein fünf Quadratmeter großes Wandbild der Künstlerin Dorothee Reichenberger. In zahlreichen detailgetreuen Einzelszenen visualisiert es den Betrieb auf der Station. 18 Szenen finden sich auf der Station wieder und sind damit Wegweiser durch die Räumlichkeiten.

In der Familienmedizin ist Kaiserswerth führend

„Ein Schwerpunkt im Florence-Nightingale-Krankenhaus ist die Familienmedizin. Wir sind die führende Klinik für Geburtshilfe in Düsseldorf, in NRW stehen wir auf Platz 3. Klassifiziert als Perinatalzentrum Level 1 versorgen wir in unseren Kliniken Patienten aus dem Düsseldorfer Norden und über die Grenzen der Stadt hinaus“, erläutert Vorstand und Krankenhausdirektor der Kaiserswerther Diakonie, Dr. Holger Stiller. Letztes Jahr wurden allein von den Kinderärzten und Kinderchirurgen etwa 12.600 Kinder in der interdisziplinären Notaufnahme behandelt, die rund um die Uhr geöffnet ist. Außerdem kooperiert die Klinik für Kinderheilkunde mit den Entbindungsstationen des Marienhospitals in Düsseldorf, des EVK in Mettmann, des St. Anna sowie des Bethesda in Duisburg und versorgt dort die Neugeborenen. 

Damit betreut die Klinik 5.500 bis 6.000 Geburten im Jahr. Im Notfall werden die Neugeborenen mit dem Krankenwagen in einem speziellen Transportinkubator auf die Kinderintensivstation der Kaiserswerther Diakonie gebracht. Darüber hinaus organisiert das Florence-Nightingale-Krankenhaus als einziges Krankenhaus in Düsseldorf in Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf einen Kindernotarztdienst. Rund um die Uhr ist immer ein Kinderarzt mit spezieller Erfahrung in der Kinderintensiv- und Kindernotfallmedizin für die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Düsseldorf erreichbar. So kann der Rettungsdienst jederzeit einen Kinderarzt hinzuholen, um den Notarzt bei lebensbedrohlichen Notfällen vor Ort zu unterstützen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Was mir bei dem Rundgang durch das Florence-Nightingale-Krankenhaus besonders gut gefallen hat, sind die kurzen Wege. Diese sorgen für effektivere Patientenversorgung. Ich kenne Krankenhäuser, da muss das Personal für die Versorgung lange Wege zurücklegen. Das ist einer der Gründe dafür, dass wir unsere Krankenhausfinanzierung ausbauen müssen. Hierfür wollen wir in Zukunft noch mehr Geld zur Verfügung stellen.“