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Der Geist Gottes steckt im Fundament

Eröffnung des Evangelischen Familienzentrums "Am Schabernack"

Kita-Leiterin Susanne Albrecht und Michael Schmidt, Vorstand der Diakonie Düsseldorf, bei der Eröffnung des Familienzentrums "Am Schabernack" in Eller. Foto: DiD

Eller (evdus). Nach rund sechsjähriger Planungs- und Umbauzeit ist am vergangenen Freitag (24.09.2021) in Düsseldorf-Eller in der ehemaligen Jakobuskirche mit rund 200 Gemeindemitgliedern das Evangelische Familienzentrum "Am Schabernack" eröffnet worden. Heinz Frantzmann, ehemaliger und langjähriger Pfarrer an der 2017 entwidmeten Jakobuskirche, erinnerte in einer Rede an den Bau und die Einweihung des evangelischen Gotteshauses im Jahr 1984. "Die Kirche war schon immer ein Haus für Familien und für alle gewesen, auch für Senioren", so Frantzmann.

Familienzentrum als Ort für viel Schabernack

Die Kirche war ursprünglich bereits 1963 in Dienst genommen worden. 1979 war das Gotteshaus allerdings einer Brandstiftung zum Opfer gefallen und wurde vollständig vernichtet. Zwischen 1982 und 1984 wurde es neu erbaut und eingeweiht. "Die Kirche war immer auch ein geistliches Zentrum der Begegnung, in dem Glaube praktisch im Alltag umgesetzt wurde", so Frantzmann. Der derzeitige Pfarrer, Jochen Lütgendorf, der seit Anfang 2017 in der Evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Eller tätig ist, betonte bei der Einweihungsfeier am Freitag, dass das neue Familienzentrum "auch und zuallererst ein Haus für Kinder" sei.

Michael Schmidt, Vorstand der Diakonie Düsseldorf, sagte, die Adresse der neuen evangelischen Einrichtung "Am Schabernack 35" könne auch Programm für die insgesamt vier Kita-Gruppen sein. Er selbst erinnere sich gerne an seine Kinderzeit und den Schabernack, den er gemeinsam mit seinen kleinen und später auch größeren Freunden gemacht habe. An dieser Adresse könne "Kirche auch so richtig lebendig" sein, betonte Schmidt. Der Diakonie-Vorstand brachte zur Einweihung ein Kreuz aus vier unterschiedlich großen Kreisen mit, das die Gemeindeglieder symbolisiere und im Dunkeln leuchtet.

Unverändert ist der Geist Gottes, der im Fundament steckt

Die Kita in der entweihten Jakobuskirche der Evangelischen Mirjam-Kirchengemeinde sei im Jahr 2021 bereits die dritte Kindertageseinrichtung, die in Düsseldorf von der Diakonie neu eröffnet worden sei, so Schmidt weiter. Die Leiterin der Kindertageseinrichtung, Susanne Albrecht, erklärte, dass es neben der großen Außenanlage für die Kinder auch auf zwei Etagen viel Platz zum Toben und Spielen gibt. Die Kitas Bingener Weg und Schlossallee sind zusammengelegt worden, sodass jetzt in der Einrichtung "Am Schabernack" vier Kita-Gruppen bestehen. Außerdem arbeitet eine Musikpädagogin der Clara-Schumann-Musikschule für 15 Stunden pro Woche in der Kita.

Pfarrer Frantzmann erinnerte bei der offiziellen Eröffnungsfeier am Freitag auch an den Streit rund um die Entwidmung der Jakobuskirche im Jahr 2017 und an die Planungen für die Umgestaltung und schließlich die umfangreichen Umbaumaßnahmen. Zwei Dinge seien allerdings nicht verändert worden, so Frantzmann. Das eine sei der Ahornbaum, der inzwischen 38 Jahre alt sei. Das andere sei "der Geist Gottes, der im Fundament der alten Jakobuskirche steckt und nicht verändert wurde."

Der Jugenddezernent der Stadt Düsseldorf, Burkhard Hintzsche, erklärte, für ihn gebe es nichts Schöneres, als eine Kita zu eröffnen, in der sich "Kinder wohlfühlen und die zudem viele qualitativ hochwertige Betreuungsangebote hat". Susanne Albrecht erklärte bei der mehrstündigen Eröffnungsfeier mit vielen Kindern, Eltern und Senioren, das Evangelische Familienzentrum Am Schabernack sei "ein Haus für Jung und Alt, in dem jeder willkommen ist."

Autor: Andreas Rehnolt