0800 081 82 831

Der Damm darf nicht brechen!

Mahnkundgebung des Düsseldorfer Appells zur Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten durch die AfD

Mahnkundgebung am 7. Februar auf den Rheinwiesen vor dem NRW-Landtag

Aufruf für Vielfalt, Toleranz und Demokratie und gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. Foto: Ute Neubauer

Viele sind bei eisiger Kälte zum NRW-Landtag gekommen, um ein Zeichen zu setzen für Demokratie und Vielfalt. Foto: Ute Neubauer

Düsseldorf (evdus). Die Wahl des FDP-Fraktionsvorsitzenden Thomas Kemmerich, Chef der kleinsten Fraktion im Thüringer Landtag, zum Ministerpräsidenten mit den Stimmen der rechtsnationalen Höcke-AfD hat Deutschland erschüttert. Auf der Kundgebung unter dem Motto „Der Damm darf nicht brechen“ sagt Heinrich Fucks, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf: „Die Feinde der Demokratie neigen dazu, sich auf Kosten anderer und ganz klar auf Kosten von Minderheiten groß zu machen, sich populistisch zu profilieren auf Kosten von Juden, von Moslems, auf Kosten der politischen Gegner".

„Demokratie ist Arbeit. Demokratie ist die Kärrnerarbeit gesellschaftlicher Gestaltung und Aushandlung. Deshalb stehe ich heute hier. Der Schock sitzt in den Knochen. Wir ducken uns nicht weg. Wir verpflichten uns, den Damm zu stärken und die anstehende Arbeit auf uns zu nehmen.  Wir arbeiten daran, dass keiner hier aus der jüdischen Gemeinde sagen muss: “Ich packe meinen Koffer“. Wir arbeiten an einem Klima, in dem nicht nur Juden in unserer Stadt bleiben und leben wollen, sondern die Bürgerinnen und Bürger so unterschiedlich sie sind, eine Heimat finden. In aller Vorläufigkeit", so Fucks weiter.

Auf der Kundgebung sprachen außerdem Michael Szentei-Heise, Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und Sigrid Wolf, DGB-Vorsitzende und Sprecherin des Düsseldorfer Appell, ein breites Bündnis gegen Rechtsradikalismus und Antisemitismus, das zu der Kundgebung vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf aufgerufen hatte.


Hier ist die Rede zur Kundgebung am 7. Februar anlässlich der Vorgänge im Thüringer Landtag von Superintendent Heinrich Fucks nachzulesen.