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„Bildungsarbeit gehört zur DNA des Protestantismus“

Superintendentin Tetz kandidiert für Amt in der Kirchenleitung

In Bad Neuenahr tagt die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zum Auftakt der Verhandlungen gibt es den Bericht des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski (rechts am Renderpult). Foto: Ulrich Erker-Sonnabend
Drei der sechs Abgeordneten des Düsseldorfer Kirchenkreises: Superintendentin Henrike Tetz (links), Christiane Köckler-Beuser und Christiane Wicht-Stieber. Foto: Ulrich Erker-Sonnabend
Weihbischof Rolf Steinhäuser überbrachte der Landessynode die Grüße des katholischen Erzbistums Köln. Steinhäuser war bis zum seinem Bischofsamt katholischer Stadtdechant von Düsseldorf. Foto: Ulrich Erker-Sonnabend
Superintendentin Henrike Tetz kandidiert für ein Amt in der Kirchenleitung. Foto: Thomas Götz
    Landessynode im Netz Die Evangelische Kirche im Rheinland informiert auf ihrer Internetseite ausführlich über die Landessynodentagung im Internet - mit vielen Live-Streams, Fotos und Dokumente.

    www.ekir.de

    Düsseldorf (evdus). In Bad Neuenahr tagt ab dem 7. Januar die Landessynode. Eine Woche lang tagen die Abgeordneten aus den rheinischen Kirchenkreisen. Für Düsseldorfer besonders im Focus: Pfarrerin Henrike Tetz, Superintendentin des Kirchenkreises Düsseldorf, kandiert für das Amt eines hauptamtlichen theologischen Mitglieds der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland. Gewählt wird am Donnerstag, 11. Januar. 

    Pfarrerin Henrike Tetz, Superintendentin des Kirchenkreises Düsseldorf, kandiert für das Amt eines hauptamtlichen theologischen Mitglieds der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland. 

    „Bildungsarbeit ist Stärke der Kirche“

    Diese Wahl ist eine Nachfolgewahl, weil der jetzige Amtsinhaber, Oberkirchenrat Klaus Eberl (61), aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand geht. Mit dem Oberkirchenratsamt ist die Leitung der Abteilung „Erziehung und Bildung“ im Landeskirchenamt der Rheinischen Kirche verbunden.

    Tetz sieht die Bildungsarbeit als „eine herausragende Stärke“ der Kirche an. Die Düsseldorfer Superintendentin: „Damit nimmt sie den reformatorischen Impuls auf, dass Menschen religiös mündig sind, insbesondere indem sie religiös urteilsfähig werden. So gehört Bildungsarbeit gleichsam zur DNA des Protestantismus und ist bis heute unverzichtbarer Teil der evangelischen Kirche.“

    Tetz arbeitete dreieinhalb Jahre lang als Schulseelsorgerin am Theodor-Fliedner-Gymnasium in Kaiserswerth. Sie wechselte im Jahr 2000 als Schulpfarrerin an das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Im Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf übernahm sie ab 2007 zunächst die Abteilungsleitung für die seelsorglichen Dienste. 2010 wurde sie erstmalig zur Superintendentin gewählt. 

    Musik, Literatur, Bergsteigen

    Als Superintendentin hat Tetz Bildungsthemen in die Stadtöffentlichkeit gebracht. So zum Beispiel im interreligiöse Dialog über Konfessions- und Kirchengrenzen hinweg oder sogar im Gespräch mit Atheisten. In ihre Amtsjahre als Superintendentin fällt die dauerhafte Einrichtung der Jugendkirche in Düsseldorf.

    Tetz war Mitglied des Beirates der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG) Düsseldorf. Tetz ist Mitglied im Fachbeirat der Gender- und Gleichstellungsstelle der Landeskirche. Der Synode der EKD gehört sie als stellvertretendes Mitglied an. Die Theologin engagiert sich in Düsseldorf als Sprecherin im überparteilichen Bündnis „Düsseldorfer Appell gegen Rechtsextremismus".

    Auf der landeskirchlichen Ebene ist die 54-Jährige die Vorsitzende des Ständigen Ausschusses für Bildung der Evangelischen Kirche im Rheinland.

    Privat interessiert sich Tetz für Musik von Bach bis zu den Toten Hosen, sie liest viel und hat eine Passion für das Bergsteigen.

    Mitbewerberin um das Oberkirchenratsamt ist Pfarrerin Dr. Sabine Federmann aus Hattingen. Federmann ist Studienleiterin für theologische und gesellschaftliche Grundfragen in der Evangelischen Akademie Villigst/Schwerte.