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Baugenehmigung für Autismus-Zentrum ist da

Diakonie baut an der Haifastraße in Oberbilk

Heilpädagogische Ambulanz mit Autismus-Kompetenzzentrum Oberlinplatz 5, Holthausen

Leiterin: Anke Rockel, anke.rockel@diakonie-duesseldorf.de, Telefon: 0211/75 67 59 73

www.diakonie-duesseldorf.de
Ansicht des Autismuszentrums von der Haifastraße aus. Foto: Diakonie
Haben den Bau des Autismus-Zentrums jetzt vorgestellt (von links): Karl-Heinz Broich, Anke Rockel, Rudolf Brune, Matthias Günzel (Architekt). Foto:evdus

    Düsseldorf (evdus). „Endlich können wir mit dem Bau unseres neuen Autismus-Zentrum in Oberbilk loslegen“, sagt Diakonie-Vorstand Rudolf Brune. Er freut sich über die gerade erteilte Baugenehmigung für das rund sechs Millionen teure Bauvorhaben an der Haifastraße in Parknähe, das sich zur Hälfte durch Spendengelder finanziert.

    Im Frühjahr 2019 soll der Neubau bezugsfertig sein. Er bietet Raum für die Therapie und Begleitung von 45 Kindern und Jugendlichen von sieben bis 22 Jahren mit einer Autismus-Spektrums-Störung und ihrer Familien. Außerdem entstehen dort vier Appartements für junge Autisten, die sich so in enger Anbindung an das Therapeuten-Team auf das spätere Leben in den eigenen vier Wänden vorbereiten können. „Das ist Neuland für uns“, sagt Anke Rockel, Leiterin des neuen Autismus-Kompetenz-Zentrums.

    Snoozle-Raum mit Wasserbett und Lichteffekten

    Das Besondere am Gebäude des neuen Autismus-Zentrums ist, das es auf die speziellen Bedürfnisse der Menschen mit einer Autismus-Spektrums-Störung, zum Beispiel ihre Geräusch- und Lichtempfindlichkeit, Rücksicht nimmt. So gibt es einen besonderen Schallschutz. Alle Lichtquellen sind dimmbar und individuell einstellbar und es gibt einen Snoozle-Raum. Das ist ein reizreduzierter Raum nach einem Konzept aus den Niederlanden mit hellen Wänden, einem Wasserbett, besonderen Lichteffekten und Musik. Er dient dazu, alltägliche Sinnesreize leichter zu verarbeiten und sich zu entspannen. Ein Werkraum ermöglicht „Matsch-Erfahrungen“, und einen Beobachtungsraum mit einer Einwegscheibe können die Therapeutinnen und Therapeuten nutzen, um die Eltern in die Therapie ihrer Kinder miteinzubeziehen. „Autismus ist eine lebenslange Beeinträchtigung Und Eltern müssen lernen, dass ihre Kinder auf einer ganz anderen Ebene kommunizieren als sie selbst und zum Beispiel Ironie, Metaphern und Bilder gar nicht verstehen können. Wir üben ein, dass Kinder und Eltern wieder eine gemeinsame Ebene in der Begegnung finden“, sagt Rockel.