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566 Jugendliche werden konfirmiert

Konfirmation 2020  in Zeiten von Corona im evangelischen Düsseldorf

Frauke Müller-Sterl konfirmiert Jugendliche in der Unterbilker Friedenskirche -coronabedingt auf Abstand. Foto: Andreas Vollmert

Düsseldorf (evdus). 300 Mädchen und 266 Jungen hatten sich im Frühjahr auf ihre Konfirmation gefreut, Verwandte eingeladen, den Konfirmationstag geplant – dann kam Corona und damit die Schutzbestimmungen: Abstand, Mundschutz, kein Singen und kein Berühren.

Jetzt, von Ende August bis Anfang Oktober, werden die Konfirmationen in den Düsseldorfer evangelischen Kirchengemeinden unter Beachtung der Hygieneregeln nachgeholt.

In diesem Jahr ist alles anders

Bei der Feier der Konfirmation gehen die Kirchengemeinde unterschiedliche Wege. In der Evangelischen Kirchengemeinde Benrath werden zum Beispiel limitierte Eintrittskarten an die Konfirmandenfamilien nach vorheriger Anmeldung der teilnehmenden Personen verteilt.

In der Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde finden die Konfirmationen in Form eines Jugendgottesdienstes statt, und die Familienangehörigen sind per Video zugeschaltet.

Mit einem Open-Air-Gottesdienst auf der Wiese hinter ihrem Gemeindehaus will die Evangelische Kirchengemeinde Urdenbach die Konfirmation feiern.

Konfirmation – „Ja“ zur Kirchenzugehörigkeit

Die Konfirmation ist der Eintritt ins kirchliche Erwachsenenleben, aber auch die persönliche Bestätigung der Taufe und damit das bewusste „Ja“ zum christlichen Glauben und zur Kirchenzugehörigkeit.

Vorbereitet haben sich die Jugendlichen auf den nun wichtigen Schritt im Leben im Konfirmationsunterricht.

In der Konfirmandenzeit haben die Jugendlichen die zentralen Aussagen des christlichen Glaubens gelernt und ihre Umsetzung im Leben der Gemeinde erfahren. Immer wieder ging es um das eigene religiöse Verständnis und Sinnfragen. Die Konfis lernten durch gemeinsames Arbeiten in der Gruppe, Besuche, Freizeiten und seelsorgliche Begleitung, Kirche in ihrer ganzen Vielfalt zu erfahren und zu verstehen.

Mit der Konfirmation werden sie in die Gemeinde der erwachsenen evangelischen Christen aufgenommen. Die Jugendlichen haben dann ein Wahlrecht bei Gemeindewahlen, dürfen am Abendmahl teilnehmen und können auch Taufpaten werden.

Das Wort „Konfirmation“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Bekräftigung“ oder „Stärkung“. Mit der Konfirmation bestätigen die Jugendlichen ihre Taufe. Sie legen damit ein öffentliches Bekenntnis zum Christentum ab.

Einige Kirchengemeinden haben den Konfirmandenunterricht via Zoom-Konferenzen mit den Jugendlichen gestaltet und sie an Videogottesdiensten beteiligt.