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20 Jahre „Respekt und Mut“

Aktionsbündnis für Vielfalt und Toleranz in Düsseldorf feiert Jubiläum

Düsseldorfer Aktionsbündnis feiert Jubiläum: 20 Jahre Respekt und Mut – Düsseldorfer Beiträge zur interkulturellen Verständigung. 

Informationen erhalten Sie auf https://www.respekt-und-mut.de/ Hier geht es zum Jubiläumsfilm https://vimeo.com/449275695

Volker Neupert (Foto links), und Superintendent Heinrich Fucks luden Pressevertreter anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von „Respekt und Mut“ ins Haus der Kirche ein. Foto: Sergej Lepke
Volker Neupert (Foto rechts) im Gespräch und Christoph Wand, Pressesprecher der Diakonie Düsseldorf.
Mitra Zarif-Kayvan bei der Programmvorstellung von „Respekt und Mut“. Foto: Sergej Lepke

    Düsseldorf (evdus). Als im Jahr 2000 Rechtsextremisten in Düsseldorf aufmarschierten, fand die Zivilgesellschaft eine Antwort: So unterschiedliche Akteurinnen und Akteure wie der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf, die IG Metall und die VHS Düsseldorf, der Ausländerbeirat, der Koordinierungskreis ausländischer Jugendgruppen und der Düsseldorfer Appell gründeten „Respekt und Mut“, die „Düsseldorfer Beiträge zur interkulturellen Verständigung“. Jetzt feiert die Initiative, die mittlerweile bei der Diakonie Düsseldorf angebunden ist, ihr 20-jähriges Bestehen.

    Eintreten für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie

    „Seit 20 Jahren wirbt das breite Aktionsbündnis mit seinen Veranstaltungen für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in unserer Stadt. Die Gesellschaft ist heute spannungsreicher und differenzierter als noch vor 20 Jahren. Und es ist schwieriger geworden, sich fair auseinanderzusetzen, gerade auch in den sozialen Netzwerken“, sagt Schirmherr der Initiative, Superintendent Heinrich Fucks, und unterstreicht im Hinblick auf das Aufkeimen rechter Gruppierungen: „Wir wollen Menschen zusammenführen. ‚Respekt und Mut‘ macht Begegnungen möglich, setzt Denkanstöße und gibt der Arbeit gegen Extremismus immer wieder neuen Anschub.“

    „Wir sind klein gestartet“, erzählt Koordinator Volker Neupert von den Anfängen. „14 Veranstaltungen von sechs Organisationen – das war noch überschaubar.“ Aber damals wie heute setze „Respekt und Mut“ auf die Vielfalt der Möglichkeiten, Verständigung zu schaffen: mit Diskussionen genauso wie Kabarettabenden, Lesungen, Ausstellungen oder Exkursionen. Mittlerweile ist das Netzwerk auf rund 60 Kooperations-Organisationen angewachsen, die jährlich bis zu 80 Veranstaltungen anbieten.

    Highlights gab es einige in 20 Jahren

    Highlights gab es einige in 20 Jahren: 2009 hat die Bundesregierung die Landeshauptstadt Düsseldorf für ihr Engagement für Vielfalt, Toleranz und Demokratie ausgezeichnet – eine Ehrung, bei der die tragende Rolle von „Respekt und Mut“ betont wurde. 2014 erschien das Buch „Das Lexikon zur Vielfalt – Zusammen besser leben“. 2016 dann die Auszeichnung mit dem „Preis für Engagement und Zivilcourage“ durch das „Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt“. Und ein wesentlicher Meilenstein zwei Jahre später war die „Düsseldorfer Erklärung für eine Einheit in Vielfalt“ von 40 Institutionen, Verbände und Vereine, die bei Respekt und Mut versammelt sind.

    Anstatt eines Jubiläumsfestes, das coronabedingt in diesem Jahr ausfallen muss, haben Neupert und seine Mitstreiter eine Festzeitung zum 20-jährigen Bestehen herausgebracht und einen Jubiläumsfilm, der online unter https://vimeo.com/449275695 zu sehen ist. Das Fest wird dann im Frühjahr 2021 nachgeholt, wenn es die Bedingungen zulassen.

    Neues Programm von „Respekt und Mut“

    Und auch das Programm zum Jubiläumsjahr kann sich sehen lassen. „Trotz der Coronakrise können wir auch diesmal ein erstaunlich vielseitiges Programm voll Respekt und Mut anbieten“, sagt Volker Neupert. „Viele Veranstaltungen haben das besorgniserregende Erstarken des Antisemitismus, Rechtsextremismus und anderer menschenfeindlicher Einstellungen zum Thema – zum Besipiel die Reihe mit bekannten KarikaturistInnen, die seit Jahren mit kritisch-spitzer Feder die Gazetten mit Scherz, Spott und Ironie versorgen.“

    Mitra Zarif-Kayvan, Vorsitzende des Deutsch-Iranischen Frauenintegrationsvereins e.V., ist seit 2007 im Aktionsbündnis „Respekt und Mut“ vertreten. Der Verein beteiligt sich in diesem Jahr mit dem Vortag „Black lives matter“ im November zum Thema Rassismus und Alltagsdiskriminierung. „Das ist leider kein aktuelles Thema – das ist ein Alltagsproblem, nicht nur zwischen Deutschen und Zugewanderten“, sagt Zarif-Kayvan. Das Bündnis hilft ihr, auf diese Problematik aufmerksam zu machen.

    Hier geht es zum Programm "20 Jahre Respekt und Mut" - Düsseldorfer Beiträge zur interkulturellen Verständigung.  Das Programm liegt auch zur kostenlosen Mitnahme im Haus der Kirche, Bastionstraße 6, Düsseldorfer Carlstadt, aus.

    Auf UKW 104,2 MHz gibt es jeden zweiten Sonntag von 8.20 bis 8.35 Uhr einen Beitrag aus Düsseldorf von der evangelischen Kirche. Er läuft in der Sendung „Himmel und Erde“, dem Kirchenprogramm bei Antenne Düsseldorf (UKW 104,2). Der aktuelle Radiobeitrag thematisiert „20 Jahre Respekt“ . Hören Sie selbst: