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Musik für Rose Ausländer

Dreiteilige Konzertreihe in Kaiserswerth „Ein langer Weg mit gemeinsamen Wurzeln – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Mutterhauskirche Zeppenheimer Weg 14, Kaiserswerth

Informationen unter www.stolperkonzerte.de. Die Konzerte sind bis zum 31. Dezember 2021 abrufbar.

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Musik für Rose Ausländer erklang im Rahmen einer Konzertreihe „Ein langer Weg mit gemeinsamen Wurzeln – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ Foto: S. Hiekel

Kaiserswerth (evdus). „Erinnern, Gedenken, Verstehen, Mahnen, Versöhnen, Perspektiven entwickeln: Das ist das Ziel unserer dreiteiligen Konzertreihe „Ein langer Weg mit gemeinsamen Wurzeln - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, die von mehreren thematischen Veranstaltungen und besonderen Gottesdiensten begleitet wird“, sagte Susanne Hiekel, Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth.

Am Samstag, 8. Mai, wurde die Veranstaltungsreihe mit dem Kammerkonzert „Musik für Rose Ausländer“ in der Mutterhauskirche Kaiserswerth, Zeppenheimer Weg 14, in Form eines gestreamten Videokonzert eröffnet. 

Die große jüdische Dichterin, die 1988 in Düsseldorf starb, verarbeitete in ihren Werken die unausweichbare Thematik des Holocaust, findet aber auch eine eigene, ungekünstelt verknappte Sprache, um emotionale und ethische, spirituelle und seelische Dimensionen der Post-Holocaust-Realität auszudrücken. Ihr Oeuvre hat zahlreiche zeitgenössische Komponisten inspiriert.

Auf dem Programm der „Musik für Rose Ausländer“ am 8. Mai standen Kompositionen von Oskar Gottlieb Blarr (*1934) und Camille van Lunen (*1957).

Die Mitwirkenden des Konzerts waren Andrea Graff (Sopran), Joel Urch, (Bariton) sowie Franziska Buchner (Alt). Es spielt ein Kammermusikensemble. Die musikalische Leitung und den Orgelpart übernahm Kantorin Susanne Hiekel, die die Konzertreihe konzipiert hat. Pfarrer Jonas Marquardt moderierte das Konzerts.

„Der 8. Mai, der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, erscheint uns als ein besonders geeigneter Tag für das Konzert. Die Vertonungen der Gedichte dieses Konzerts zum Beispiel von Hilde Domin eröffnen einen farbigen, leidenschaftlichen Blick auf den Umgang mit Leid und seiner möglichen Bewältigung“, sagte Hiekel.

Ein weiterer Konzerttermin ist der 12. Juni mit einem Open Air-Konzert in der Kaiserpfalz mit Elementen aus der jüdischen, christlichen und islamischen Klangwelt vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Und für den 14. November ist die Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy geplant.

Die Konzertreihe ist eingebunden in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ mit seiner Geschäftsstelle in Köln organisiert und koordiniert.

Informationen erhalten Interessierte auf der Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth www.stolperkonzerte.de.

Das Konzert war die Eröffnung der landeskirchlichen Reihe der Evangelischen Kirche im Rheinland zum jüdischen Festjahr - der Beitrag des Kirchenkreis Düsseldorf.