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4. Februar - Schillings-Lieder

CD-Präsentation im Stephanushaus

Stephanushaus Wiesdorfer Straße 13, Wersten

Eintritt frei

Beginn: 17:00 Uhr

www.evangelisch-in-wersten.de

Anna Fischer und Theo Palm präsentieren Max von Schillings Lieder. Foto: Privat

Wersten (evdus). Wer war Max von Schillings? Eine schillernde Persönlichkeit, ein deutscher Komponist, Dirigent und Theaterintendant, 1868 im Rheinland geboren, mit einer antisemitischen, deutschnationalen Einstellung.

Das Duo Anna Fischer (Alt) und Theo Palm (Klavier) haben sich mit dem Komponisten Schillings eingehend beschäftigt und präsentieren seine Lieder, darunter das berühmte Melodram „Hexenlied“, am Sonntag, 4. Februar, im evangelischen Stephanushaus.

Außerdem stellen sie ihre CD „Helldunkel“ mit zehn Liedern von Max von Schillings vor.

„Für uns steht Schillings Person stellvertretend für eine große Zahl von Mitläufern und Wegbereitern einer furchtbaren Zeit in Deutschland. Kurz vor seinem Tod lehnte Schillings Hitlers Angebot einer Beförderung zum ‚deutschen Musikpapst‘ ab. Was wäre geschehen, wenn er nicht schon 1933 gestorben wäre? Hätte die weitere Entwicklung ihm nicht auch die Augen öffnen können?“, sagt Theo Palm.

Schillings deutschnationale Einstellung prägten seine Posten als Musikchef der Stuttgarter Hofoper und Intendant der Preußischen Staatsoper Berlin seit 1919. Unter seiner Präsidentschaft der Berliner Akademie der Künste war er maßgeblich für den Ausschluss jüdischer und „unangepasster“ Mitglieder beteiligt. Schilling verband eine lebenslange Freundschaft mit Richard Strauss und führte zahlreiche Werke von Strauss auf. Schilling war zu seiner Zeit hoch angesehen. Seine Oper „Mona Lisa“ wurde mehr als zweitausend Mal aufgeführt.

„Wir legen sehr großen Wert darauf, dass unser Konzert immer moderiert wird und wir dem Publikum die Möglichkeit einer anschließenden Diskussion mit uns bieten. Wir haben unserer CD bewusst den Titel ‚Helldunkel‘ gegeben. Er soll ausdrücken, dass es sowohl Licht als auch Schatten bei der Beschäftigung mit Schillings gibt. Ein noch treffenderes Motto scheint aber ein Zitat des Abtes aus Schillings ‚Hexenlied‘ zu sein: ‚Geht beten, ihr Brüder, und richtet nicht!‘“, sagt Palm.