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Ökumene und Eine Welt

© Foto: Sergej Lepke

Die weltweite Zusammengehörigkeit der Christinnen und Christen ist in Partnerschaftsbeziehungen zu erfahren. Menschen verschiedener Sprache und Kultur und mit unterschiedlichen Glaubenstraditionen begegnen einander, tauschen sich aus, lernen sich verstehen. Der Düsseldorfer Kirchenkreis unterhält Beziehungen zu Kirchenkreisen in Ruanda, Namibia und Südafrika.


Beziehungen nach Afrika

Der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf unterhält Partnerschaften zu Christinnen und Christen in drei Ländern:

• .zur Shyogwe-Diözese der Episkopalen (anglikanischen) Kirche in Ruanda
• zum Kirchenkreis Mariental der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia
• zum Kirchenkreis Bohlabela der Norddiözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Südlichen Afrika (Südafrika)

In diesen drei ökumenischen Partnerschaftsbeziehungen wird die weltweite Zusammengehörigkeit der Christinnen und Christen konkret erfahrbar. Menschen verschiedener Sprache und Kultur und mit unterschiedlichen christlichen Glaubenstraditionen begegnen einander, tauschen sich aus, lernen sich verstehen.

Partnerschaft lebt von lebendigen Beziehungen, von der Begegnung, dem direkten Gespräch und dem gemeinsamen Erleben von Menschen. Darum kommen in regelmäßigen Abständen Delegationen der Partner nach Düsseldorf und reisen Gruppen aus dem Kirchenkreis Düsseldorf zu den Partnern.

Südafrika

Der Kirchenkreis Bohlabela befindet sich im Nordosten Südafrikas und bedeckt Teile der beiden Provinzen Limpopo und Mpumalanga (früher Osttransvaal, heute Partnerprovinz des Landes NRW). Der Kirchenkreis umfasst zehn verschiedene Gemeinden, die auf Grund der Zwangsumsiedlungen während des Apartheidregimes weit auseinander liegen.

Der Kirchenkreis Bohlabela gehört zur Nothern Diocese der Evangelical Luthern Church in Southern Africa (ELCSA). Die ELCSA ist eine Kirche schwarzer Christen, die durch das Berliner Missionswerk (BMW) gegründet wurde und seit Anfang der 1970er Jahre selbständig ist.

Informationen
Pfarrer Hartmut Wölk
Tel: 0211 - 7 48 98 38
hartmut.woelk@evdus.de
Weitere Informationen zu Geschichte und Gegenwart der Partnerschaft mit Bohlabela.

Shyogwe in Ruanda

Die Diözese von Shyogwe befindet sich im südlichen Zentral-Ruanda und umfasst etwa 120.000 Mitglieder. Die 28 Gemeinden liegen weit verstreut im Land. Auf Grund der schlechten Infrastruktur sind einzelne Bergdörfer zum Teil bis zu drei Autostunden entfernt.

Informationen
Pfarrer Jörg Jerzembeck-Kuhlmann
Tel. 0211 - 50 22 91
joerg.jerzembeck-kuhlmann@evdus.de 

Freiwilliges Jahr in Ruanda

Seit 1978 besteht eine Partnerschaft zwischen der Diözese Shyogwe der Episkopalen Kirche von Ruanda in Ostafrika, dem Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf, dem Theodor-Fliedner-Gymnasium und der Maria-Montessori-Gesamtschule in Meerbusch. Die deutschen Partner unterstützen in Ruanda zahlreiche Projekte. Dazu gehört zum Beispiel das Projekt Youth at Risk, mit dem gefährdete Jugendliche und AIDS-Waisen ausgebildet werden. Zuletzt 2008 und 2010 fanden Begegnungen ruandischer und deutscher Jugendlicher in Ruanda statt.  

Mit Hilfe des Eine-Welt-Netzes NRW ist es nun möglich, in einer Schule oder in einer anderen Einrichtung in der Diözese Shyogwe ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Deine Aufgabe als Freiwilliger ist dann, die ruandischen Lehrer in ihrem Unterricht zu unterstützen oder ergänzende Angebote zu machen.

Namibia

Der Kirchenkreis Mariental liegt im südlichen Namibia innerhalb der Region Hardap.
Er ist einer von sechs Kirchenkreisen der ELCRN, der Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia, - das ist die Kirche der schwarzen Lutheraner im zentralen und südlichen Namibia. Die Menschen in der Hardap-Region leben unter schwierigen Bedingungen. Der Süden Namibias ist heiß und trocken, im Sommer sind Mittagstemperaturen um 35 Grad Celsius normal, im Winter in der Nacht geht das Thermometer um oder unter Null Grad. Die unter südafrikanischer Regierung herrschende „juristisch festgelegte“ Apartheid ist einer „sozialen“ Apartheid gewichen.

Aufgrund ihrer sozialen Benachteiligung lebt die Mehrheit der schwarzen Bevölkerung auch heute noch am Rande der Städte und Ortschaften der Weißen. Hohe Arbeitslosigkeit, kaum Arbeits- und Ausbildungsplätze, eine hohe HIV/AIDS-Rate und zunehmende Gewalt gegen Frauen und Kinder belasten die Bevölkerung und zerstören auch immer mehr die familiären Bindungen.

Informationen
Gitta Arning
Mail: Gitta.Arning@nam-p-dus.de

Wolfgang Baar
Mail: Wolfgang.Baar@nam-p-dus.de

Internet: www.namibia-partner-duesseldorf.de

Hilfen zur Selbsthilfe

Zur Partnerschaftsarbeit gehören auch Projekte. Sie sind kein Selbstzweck, sondern in der Regel „Hilfen zur Selbsthilfe“. Mit den Partnern wird besprochen, welche Projekte von Düsseldorf aus unterstützt werden können.

Die Projekte bieten zugleich die Möglichkeit, sich inhaltlich mit wichtigen Themen der Partner zu beschäftigen und auseinander zu setzen. So ist aus der konkreten Partnerschaftsarbeit die „Beratungskonferenz zum Thema AIDS“ in Düsseldorf entstanden, an der Partnerschaftskreise des Düsseldorfer Kirchenkreises beteiligt sind.