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Das Frauenreferat

@ Foto: Ulrich Erker-Sonnabend

Das Frauenreferat des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf berät und fördert ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen. Es unterstützt frauengemäße Wege in Theologie, Seelsorge und Verkündigung, stellt Kontakte zu kommunalen und kirchlichen Frauengruppen her und setzt sich für den Abbau weiblicher Benachteiligung in Kirche und Gesellschaft ein.

Solidarisches Handeln

Die Arbeit im Evangelischen Frauenreferat basiert auf gemeinsames, solidarisches Handeln mit Frauen aus den Gemeinden. Ziel ist es nach wie vor auf eine gerechte Gemeinschaft von Männern und Frauen hinzuwirken.

Gleichstellungsarbeit

In Zukunft wird die Kirche sich in Anlehnung an gesellschaftliche Entwicklungen verstärkt mit Frauenfördermaßnahmen und Gleichstellungsarbeit auseinandersetzen müssen. Als zentrales Ziel hat die Gleichstellungsarbeit die gerechte Verteilung von Erwerbsarbeit auf Frauen und Männer, so dass für beide Geschlechter eine akzeptable Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familienarbeit möglich wird. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Gleichstellungsgesetze sinnvoll und notwendig. Sie überlassen entsprechende Maßnahmen und ihre Realisierung nicht dem "good will" der Entscheidungsträger und damit nicht unvorhersehbaren und unbestimmten Fristen. Finanzen und Ziele werden durch sie planbar, einklagbar und nach gesetzten Zeitspannen überprüfbar. Die vorausgehenden Gesetzgebungsverfahren sichern auch eine breite Zustimmung. So kann Gleichstellungsarbeit strukturelle Verbesserungen bewirken jenseits zufälliger Erfolge einzelner Frauenkarrieren. Da unsere Schwesterkirche, die EKvW, bereits 1996 ein Gleichstellungsgesetz verabschiedet hat, gibt es auch Überlegungen in der Evangelischen Kirche im Rheinland, ein Gleichstellungsgesetz zu verabschieden, dessen Umsetzung ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Frauenbeauftragten werden könnte.

Frauenreferatsarbeit ist nicht nur Bildungsarbeit

Eine weitere Tendenz zeigt sich darin, Frauenreferatsarbeit zeitlich stärker einzugrenzen und frei werdende Kapazitäten in die Erwachsenenbildung zu verlegen. Damit wird eine zielgruppenorientierte Arbeit, die sich nicht von Zuschussrichtlinien des Weiterbildungsgesetzes abhängig machen muss, erschwert. Auch die Vernetzung zu kommunalen Gremien, in denen die Frauenreferentin/Frauenbeauftragte die Interessen der Evangelischen Kirche vertritt und durch Kooperationsveranstaltungen ermöglicht werden, können durch die Verlegung in die Erwachsenenbildungsarbeit nur sehr begrenzt wahrgenommen werden. Notwendige politische Lobby-Arbeit für Frauen oder feministische Seelsorge zum Beispiel sind etwas anderes als Erwachsenenbildung.

Frauenreferate leisten einen Beitrag zum Gemeindeaufbau

Durch die Angebote von Frauenreferaten werden vielfach jüngere und kirchlich distanzierte Frauen angesprochen. Frauenreferentinnen greifen zum Beispiel das Anliegen auf, sich mit anderen Frauen auf die Suche nach eigener Spiritualität zu begeben. In der Beschäftigung mit feministischer Theologie werden dazu ermutigende Wege in Auseinandersetzung mit biblischen Zeugnissen gegangen. So können durch die Arbeit der Frauenbeauftragten Frauen in kirchliches Leben integriert werden, die ansonsten der Kirche kritisch oder distanziert gegenüberstehen. Damit unterstützt die Frauenbeauftragte notwendige Prozesse des Gemeindeaufbaus.

Für einige Frauen ergänzen sich die Arbeitsfelder in der Gemeinde und auf Kirchenkreisebene. Frauen, die sich vielseitig interessieren, sowohl für Frauenfragen als auch für die Gemeindearbeit, erreichen einen hohen Grad an Zufriedenheit und bleiben somit auch der Gemeindearbeit erhalten.

Gewinnung und Motivation ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen

Die Frauenbeauftragte/Frauenreferentin ist in den Kirchenkreisen eine wichtige Anlaufstelle und Gesprächspartnerin für ehren-, neben- und hauptamtliche Frauen in den Gemeinden. Sie leistet mit ihrem bedarfsorientierten Angebot einen wertvollen Beitrag zu der zunehmend wichtiger werdenden Gewinnung und Motivation ehernamtlicher Mitarbeiterinnen.

Dies gelingt, weil sie in ihrer Arbeit einen sensiblen Blick für das veränderte Bild von Ehrenamtlichen entwickelt hat. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen wollen für andere und für sich etwas tun. Ideale wie Aufopferung, Zuarbeit für Hauptamtliche und Wirken im Verborgenen weichen eigenständigen Entscheidungen, abgesprochenen zeitlichen Festlegungen und dem Ansprechen eigener Fähigkeiten. Durch die ehrenamtlichen in ihrem Bestreben nach Selbstständigkeit und Qualifikation, so dass sie ihren Fähigkeiten entsprechend kreativ arbeiten können.

Kontakt

Evangelisches Frauenreferat
Haus der Kirche
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/9 57 57-758
Fax 0211/957 57-8700
frauenreferat@evdus.de

Das Team


@ Foto: Ulrich Erker-Sonnabend

Elvira Brodoch-Schneider
Frauenreferentin
Leiterin des Frauenreferates
Telefon 0211 - 9 57 57-711
elvira.brodoch-schneider@evdus.de

Bild Beschreibung und Fotografen Credits

Irmgard Albrecht
Thema: Geschlechtergerechtigkeit
Telefon: 0211/9 57 57-711
irmgard.albrecht@evdus.de

Bild Beschreibung und Fotografen Credits

Christine Senftleben
Sekretariat
Telefon: 0211/9 57 57-506
christine.senftleben@evdus.de