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Von der Superintendentin zur Oberkirchenrätin

Henrike Tetz verantwortet wichtiges kirchliches Arbeitsfeld

Superintendentin Tetz arbeitet bald auf der Ebene der rheinischen Landeskirche. Fotos: Ulrich Erker-Sonnabend
Unmittelbar nach der Wahl von Henrike Tetz stand eine Pressekonferenz im Rerminkalender.
Die designierte Oberkirchenrätin Tetz vor der Presse.
Pressekonferenz in Bad Neuenahr

    Düsseldorf (evdus). Neun kirchliche Schulen mit 8.000 Schülern, 365 Träger mit 892 Einrichtungen für Kinder, davon 200 als Familienzentren in Nordrhein-Westfalen. Es gibt insgesamt zurzeit 45.000 Betreuungsplätze. 23.000 Lehrerinnen und Lehrer und auch 490 kirchliche Lehrkräfte im Religionsunterricht und in der religiösen Bildung, wobei 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler erreicht werden.

    Das in etwa ist das Feld, das Superintendentin Henrike Tetz ab März zur Aufgabe wird. Die 54-Jährige leitet als Oberkirchenrätin in der Kirchenleitung zugleich die Bildungsabteilung der Landeskirche - und die ist zuständig für die kirchlichen Bildungseinrichtungen und vor allem für die Politik und die Akzente, die dieses Arbeitsgebiet prägen.

    Bereichernder Dialog

    In das Handlungsfeld gehört mehr: der Konfirmandenunterricht, aber auch die evangelische Familien- und Erwachsenenbildung. In ihrer Bewerbungsrede setzte Henrike Tetz drei Akzente: Wichtig sei einen intelligente Vernetzung all derer, die sich um die Bildungsarbeit der Kirche kümmern. Bildungsarbeit, so ein weiterer Aspekt, berge Chancen für den Gemeindeaufbau. Und: Bildung braucht qualifizierte Menschen, die engagiert unterwegs sind – und dazu ist deren Fort- und Weiterbildung notwendig.

    Als Schulseelsorgerin am Theodor-Fliedner-Gymnasium und als Schulpfarrerin am Geschwister- Scholl-Gymnasium in Düsseldorf weiß die neue Leiterin der Abteilung Bildung und Erziehung der Landeskirche, wie wichtig der Dialog ist. Im Dialog mit den Schülerinnen und Schülern über philosophische und religiöse Fragen habe sie viel gelernt, so Tetz. Dieser Dialog habe sie selber bereichert.

    „Die Vielfalt erhalten“

    Tetz hört zu – das zeichnet die Düsseldorfer Superintendentin aus. Und auch ihr Bemühen, außerschulische mit schulischer Bildungsarbeit zu verbinden. Als Schulpfarrerin war sie in Kontakt mit der Studierendengemeinde genauso wie mit den Gremien der rheinischen Schülerarbeit und viele Beratungsstellen. Sie übernimmt, so ihr Vorgänger im Amt, Oberkirchenrat Klaus Eberl, „eine tolle Abteilung mit wunderbaren Mitarbeitenden.“

    Zu den vor der neuen Leiterin liegenden Aufgaben gehört das Arbeitsfeld der Kindertagesstätten, das derzeit in Nordrhein-Westfalen unter dem Stichwort „Kibiz“ (Kinderbildungsgesetz) in der politischen Diskussion ist. Es geht dabei um Finanzierungsfragen. Und natürlich darum, so Tetz, „die Vielfalt zu erhalten und mit dem Land Rahmenbedingungen der Finanzierung auszuhandeln.“

    Tetz verliert dabei nicht aus dem Augen, dass „kirchliche Bildungsarbeit lebensbegleitende Arbeit ist“, wie sie es formuliert. In unterschiedlichen Lebenssituationen, den Menschen Anknüpfungspunkte zu bieten – das gibt der neuen Arbeit der Superintendentin eine Perspektive. Aus ihrem bald alten Kirchenkreis Düsseldorf begleiten sie dabei alle guten Wünsche.

    Von Ulrich Erker-Sonnabend.


    Zur Homepage der Abteilung „Bildung und Erziehung“ der Rheinischen Kirche geht es hier.